Die kürzeste Kunstausstellung der Welt

Geschafft! Die Künstervereinigung Schuppen 68 hat am vergangenen Samstag, den 6. Juni 2009 auf dem frisch asphaltierten und wenig einladend gestalteten Küchengartenplatz vor dem Ihmezentrum einen Rekordversuch unternommen (der Lindener Löwe berichtete). Ob dieser Versuch wirklich Eingang in die nächste Ausgabe des Guiness Book of Records findet, wissen wir noch nicht. Aber wir wissen natürlich, dass der Rekordversuch stattgefunden hat, denn wir waren dabei. Für jene, die es nicht geschafft haben, ihren Regenschirm zu finden, hier ein paar Fotos, die leider nur einen sehr unvollkommen Eindruck des Geschehen vermitteln können.

Sauwetter!

Trotz des wenig auf die Straße treibenden Wetters stieß der Rekordversuch „Kürzeste Kunstausstellung der Welt“ auf ein beachtliches Interesse bei den Lindenern und bei Passanten, die sich über das seltsame Treiben verwunderten — jedenfalls wurden die Exponate interessierter betrachtet als die Wahlplakate.

Sponsoren

Ganz wichtig: Die Sponsoren der kürzesten Kunstausstellung der Welt an der langanhaltendsten architektonischen Katastrophe in Linden; gedankt sei ihnen ihre Unterstützung! Die Veranstalter wurden auch nicht müde, die Wichtigkeit der Sponsoren zu betonen. Deshalb ist dies auch mein größtes Bild hier. ;-)

Bier und Fotos

Zu den ausgestellten Fotos gehört ein ordentlicher Schluck aus der Pulle. Was auf unserem Bild nicht gut lesbar ist: Über dem Laden in der Mitte oben steht die einladende Firmierung „Robuste Wirklichkeiten“ — da nimmt man, wenn man unsere Betonburg vor Augen hat, doch gleich noch einen Schluck. Eigentlich möchte man lieber etwas viel „robusteres“ trinken. Die Erbensuppe sorgte auch für eine gute Grundlage, fände sich nur jemand, der sie kochte.

Ein Dank an den Schuppen 68 und sein unentwegtes Bemühen, angesichts des zerfallenden Baues und des realsatirischen Polittheaters um einen Lindenpark, der weder Linden noch ein Park ist, etwas kulturelle Sonne in das Grau zu tragen.

Alle Fotos sind von Dia

6 Kommentare zu Die kürzeste Kunstausstellung der Welt

  1. svennov | 10. Juni 2009, 00:26 Uhr

    Was für eine großartige Idee, Bilder vom Ihmezentrum im strömenden Regen auszustellen. Hätte ich nicht arbeiten müssen, wäre ich mit Kusshand dabeigewesen.

  2. FS | 10. Juni 2009, 10:47 Uhr

    Hätte ich das geahnt wäre ich vorbeigekommen. Wie kurz war die Ausstellung denn?

  3. Dia | 10. Juni 2009, 23:57 Uhr

    Der Plan, nur 59 Minuten auszustellen, konnte sogar auf 31 Minuten reduziert werden! Ansonsten gibt es weitere Infos zum Verlauf der Ausstellung direkt beim Schuppen 68 – einfach mal hinklicken ( siehe oben).

  4. Geschäftsführer | 11. Juni 2009, 08:43 Uhr

    Selten einen so dem Anlass in Bild und Sprache angemessenen Beitrag über eine SCHUPPEN 68 Aktion gelesen! Zur nächsten SCHUPPEN 68 Aktion gibt es als „Danke schön“ für alle Linden Löwen und Löwinnen ein Extra Freibier (und Erbsensuppe) von uns – der Geschäftsführer

  5. Das bloggende Hannover » Blog Archiv » Rückblick Juni 2009 | 29. Juni 2009, 05:39 Uhr

    […] Gut, dass es in der zweitgefährlichsten Stadt Deutschlands noch andere politische Aktivitäten gibt… […]

  6. Der Lindener Löwe » Blog Archiv » Vom Rein, Raus und vom Schmuck | 2. Juli 2009, 04:08 Uhr

    […] und die hannöversche Presse  hat fast so getan, als wisse sie gar nichts von den Robusten Wirklichkeiten, die da zwischen den trüben Fluten der Ihme und einer Blumenauer Straße angehäuft […]

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