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	<title>Der Lindener Löwe</title>
	<link>http://lindenloewe.de</link>
	<description>Zahm kann ja jeder</description>
	<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 23:10:49 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>K&#252;chengarten ohne Ampel</title>
		<link>http://lindenloewe.de/2010/02/25/kuechengarten-ohne-ampel/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 23:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kurt vom Deisterplatz</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>

		<category><![CDATA[Ampel]]></category>

		<category><![CDATA[Küchengarten]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
An der momentanen Dauerbaustelle K&#252;chengarten kommen die Menschen auch ohne Ampel &#252;ber die Stra&#223;e. Der von einigen &#8212; offenbar eher autofahrenden &#8212; Planern zugemutete Umwegschlenker zum provisorischen Fu&#223;g&#228;nger&#252;berweg mit Ampelschaltung st&#246;&#223;t trotz der verkehrsreichen F&#246;ssestra&#223;e auf nur wenig Gegenliebe, da huscht man lieber schnell r&#252;ber. Die hierf&#252;r erforderliche L&#252;cke in der Absperrung wird eben einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img class="imageframe" alt="K&#252;chengarten ohne Ampel" height="304" width="450" src="http://lindenloewe.de/wp-content/uploads/2010/02/kuchengarten.jpg" /></p>
<p>An der momentanen Dauerbaustelle K&#252;chengarten kommen die Menschen auch ohne Ampel &#252;ber die Stra&#223;e. Der von einigen &#8212; offenbar eher autofahrenden &#8212; Planern zugemutete Umwegschlenker zum provisorischen Fu&#223;g&#228;nger&#252;berweg mit Ampelschaltung st&#246;&#223;t trotz der verkehrsreichen F&#246;ssestra&#223;e auf nur wenig Gegenliebe, da huscht man lieber schnell r&#252;ber. Die hierf&#252;r erforderliche L&#252;cke in der Absperrung wird eben einfach zurechtgeschoben, und zwar immer wieder neu.</p>
<p>Wann werden es gewisse Leute <em>endlich</em> begreifen, dass sich Fu&#223;g&#228;nger nicht so leicht wie Autofahrer steuern lassen und in solchen unvermeidlichen Situationen auf weniger gef&#228;hrliche Ideen kommen? Von der schwachsinnigen, <a href="http://tamagothi.wordpress.com/2010/02/07/von-den-leeren-stadtkassen/">nur aus dem Selbstzweck der Budgeterhaltung geborenen Idee</a>, Bauarbeiten noch schnell vor dem Wintereinbruch zu beginnen, einmal ganz abgesehen&#8230;</p>
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		</item>
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		<title>PluS EU, Minus Linden?</title>
		<link>http://lindenloewe.de/2010/02/12/plus-eu-minus-linden/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 23:04:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kurt vom Deisterplatz</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

		<category><![CDATA[Gilde-Carré]]></category>

		<category><![CDATA[Lindenspiegel]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

		<category><![CDATA[Presse]]></category>

		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir vom Lindener L&#246;wen haben keine Kosten und M&#252;hen gescheut und haben uns mit einer zweik&#246;pfigen Delegation zur Grundschule am Lindener Markt zur dortigen Informationsver(an)staltung zu diesem tollen polizeilichen, universit&#228;ren und total wissenschaftlichen Dingsda namens PluS &#8212; Planning urban Security (wir berichteten &#252;ber die Berichterstattung im Vorfeld in der ehemaligen Lindener Stadtteilzeitung) bequemt.
In der Tat, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir vom Lindener L&#246;wen haben keine Kosten und M&#252;hen gescheut und haben uns mit einer zweik&#246;pfigen Delegation zur <a href="http://www.gs-am-lindener-markt.de/">Grundschule am Lindener Markt</a> zur dortigen Informationsver(an)staltung zu diesem tollen polizeilichen, universit&#228;ren und total wissenschaftlichen Dingsda namens <a href="http://www.plus-eu.com/">PluS &#8212; Planning urban Security</a> (<a href="http://lindenloewe.de/2010/02/04/lindenspiegel-im-wandel/">wir berichteten &#252;ber die Berichterstattung im Vorfeld in der ehemaligen Lindener Stadtteilzeitung</a>) bequemt.</p>
<p>In der Tat, das taten nicht viele. Die Aula der Grundschule am Lindener Markt machte folgenden Eindruck:</p>
<p><img src="http://lindenloewe.de/wp-content/uploads/2010/02/raum-1.jpg" width="450" height="338" alt="Die Aula w&#228;hrend der Veranstaltung" class="imageframe" /></p>
<p>Ob dieses geringe Besucheraufkommen im Zusammenhange damit zu sehen ist, das die Qualit&#228;tsjournalisten des Lindenspiegels den heutigen Donnerstag f&#252;r einen Mittwoch hielten und auch nicht zu sagen wussten, wo sich denn diese Grundschule befindet &#8212; ich dachte eigentlich, eine Immobilie sei dadurch ausgezeichnet, dass sie sich nicht bewege &#8212;  sei einmal dahingestellt. Es kann ja durchaus sein, dass einfach nur abgeschrieben wurde, was in der Presseerkl&#228;rung des LKA Niedersachsen geliefert wurde. Manchmal ist &#214;ffentlichkeit in der &#214;ffentlichkeitsarbeit auch nicht so erw&#252;nscht, wie der Eindruck erw&#252;nscht ist, sie sei erw&#252;nscht. Aber das ist nat&#252;rlich nur Spekulation, Verschw&#246;rungstheorie und anderer Spekulatius, es war jedenfalls leer.</p>
<p>In gem&#252;tlicher Runde am wenig gem&#252;tlichen Orte wurde von <a href="http://www.plus-eu.com/index.php?c=dieprojektpartnerlaender&amp;u=dasprojektteam&amp;l=de">Kriminalhauptkommissar Dirk Behrmann und Dipl.-Ing. Anke Schr&#246;der</a> mit Hilfe einer PowerPoint-Pr&#228;sentation und in ge&#252;bter Vortragsweise das Projekt vorgestellt. Bevor es dazu kam, wurde allerdings von den Vortragenden festgestellt, dass die anwesenden Lindener heute einmal nicht in die Kneipe gegangen seien, sondern gekommen sind &#8212; als ob <em>alle</em> Menschen in Linden ihr Leben nur im Suff ertragen k&#246;nnten. Wenn wir einmal vorsichtig z&#228;hlen, waren zusammen mit den Vortragenden zehn Personen anwesend, und drei von ihnen waren Polizisten&#8230;</p>
<p><img src="http://lindenloewe.de/wp-content/uploads/2010/02/polizisten-grundschule.jpg" width="450" height="386" alt="Polizisten betreten die Grundschule" class="imageframe" /></p>
<p>&#8230;denn es waren auch zwei freundliche Polizeibeamte zugegen, die offensichtlich im Dienst waren. Wurde etwa Randale vermutet? Aber doch nicht in Linden. Sicher, als Polizeibeamte hatten sie auch Interesse an der polizeilichen und architektonischen Gestaltung einer sicheren &#8220;gebauten Umwelt&#8221;. Sie sa&#223;en allerdings eher zur&#252;ckhaltend in der letzten Reihe und zeigten Pr&#228;senz. Sch&#246;n, dass man sich jetzt schon sicherer f&#252;hlen kann.</p>
<p>Pers&#246;nlich interessant fand ich, wer alles <em>nicht</em> dort war. Wir haben offenbar keinen Wahlkampf mehr, und so hielten es weder die Gr&#252;nen noch die Linke f&#252;r erforderlich, in einer Angelegenheit, die wegen ihres sozialpolitischen Bezuges durchaus die Programmatik streift, Pr&#228;senz zu zeigen. Aber das tat ja schon die Polizei. Auch Vertreter der Journaille machten sich rar, und nat&#252;rlich druckt der Lindenspiegel zwar den irref&#252;hrenden Hinweis auf die Veranstaltung ab, aber das hei&#223;t ja noch lange nicht, dass sich jemand von diesem Blatt dort blicken l&#228;sst. Oder waren die etwa gestern da? Immerhin: Abschreiben k&#246;nnen sie. (Ein bisschen.)</p>
<p>Gern w&#252;rde ich etwas zum Inhalt des Vortrages schreiben. Aber so viel Inhalt war da auch wieder nicht. Es wurde zwar viel gesagt, aber nur weniges davon war konkret. Einen Eindruck wird vielleicht in den n&#228;chsten Tagen die PowerPoint-Pr&#228;sentation vermitteln; wir haben darum gebeten, dass diese auf der Website des Projektes zum Download zur Verf&#252;gung gestellt wird. Sollte dies bis &#8212; sagen wir mal &#8212; Dienstag n&#228;chster Woche nicht geschehen sein, so wird euch sicherlich die Information erfreuen, dass die Macher dieser wissenschaftlichen Untersuchung sehr am Gespr&#228;ch interessiert sind. Die Kontaktdaten f&#252;r eine schnelle und freundliche E-Mail <a href="http://www.plus-eu.com/index.php?c=kontakt&amp;l=de">stehen ja im Internet</a>. Aber habt bitte ein paar Tage Geduld, bei einer deutschen Beh&#246;rde kann selbst der Upload einer Datei zu einem Webserver ein etwas komplizierter Vorgang sein. Wir w&#228;ren da etwas schneller gewesen&#8230;  ;-)</p>
<p>Aber meine Polemik mal beiseite: Es gab nat&#252;rlich Inhalte. Es ging nat&#252;rlich um Kriminalpr&#228;vention. Im St&#228;dtebau. Oder anders: Es ging darum, wie vorbeugende Kriminalit&#228;tsverh&#252;tung [<em>sic!</em>] bei st&#228;dtebaulichen Ma&#223;nahmen in Rechnung gezogen werden kann. Jetzt aber nur so als Wisschenschaft, weil &#252;berhaupt keine Daten zu diesem Thema vorliegen. Deshalb wird dieses Thema jetzt in einem Projekt der Europ&#228;ischen Union forsch erforscht. Das hei&#223;t nun aber nicht, dass man gar nichts w&#252;sste, denn was man in diesem Komplexe wei&#223;, das wurde einmal in der Pr&#228;sentation an die Wand geworfen und sah so aus:</p>
<p><img class="imageframe" alt="Wissenschaftliches Bullshit-Bingo zur Kriminalpr&#228;vention…" height="415" width="450" src="http://lindenloewe.de/wp-content/uploads/2010/02/bullshit-bingo.jpg" /></p>
<p>F&#252;r Lindener vielleicht besonders interessant ist hier das <strong>Fettgedruckte</strong>. Aber erst einmal diese tolle Grafik erkl&#228;ren. Es handelt sich um eine scheinbar quantitative Darstellung, wobei auf der x-Achse die Auftretungswahrscheinlichkeit [<em>sic!</em>] angegeben wird, w&#228;hrend auf der y-Achse die H&#246;he der Auswirkung auf die Beunruhigung der Menschen ablesbar ist. Anders, als im Mathematikunterricht, schl&#228;ngelt sich hier jedoch keine Kurve empor, sondern es wurden verschiedene Sprechblasen in das Diagramm entleert. Obwohl in dieser interessanten Anordnung die &#8220;Beeintr&#228;chtigungen des Sicherheitsempfinden [<em>sic!</em>] durch <strong>Belegung &#246;ffentlicher Pl&#228;tze</strong> im Wohnumfeld&#8221; ein eher mittelklassiger Problembereich sind, wurde hier die Sprechblase besonders gro&#223; und es wurde das Stilmittel des <strong>Fettdrucks</strong> zur weiteren Best&#228;rkung des Blasendruckes eingesetzt. Das zeigt nat&#252;rlich auch, wo es den wohl gar nicht so wertneutralen Forschern besonders dr&#252;ckt.</p>
<p>Auch im Vortrage war immer wieder von diesem Problemfeld die Rede. Wie <em>n&#252;tzlich</em> bei der &#8220;Vermittlung dieses Problemes&#8221; doch die achtzigj&#228;hrige Frau ist, die sich nicht mehr aus dem Haus traut, wenn &#252;berall &#246;ffentliche Pl&#228;tze belegt sind, zum Beispiel durch arme Menschen, Alkoholiker, Ausl&#228;nder oder sonstige <em>Darsteller der Gef&#228;hrdung in unser t&#228;glich Zeitungsfra&#223;</em>. Eventuelle Grundrechtseingriffe sollen also der Befriedung subjektiver Bedrohungs&#228;ngste dienen und auf diesem Wege gerechtfertigt werden. Nun, das kommt mir nicht so neu vor. Aber es wird ja nur geforscht. Und zwar hier, in Linden. Und an weiteren Pl&#228;tzen in Europa. Damit man fortan wissenschaftliche Daten f&#252;r den Umgang mit solchen Problemen hat. In Zweifelsfall wird dann immer die Erkenntnis angewendet, die besonders gut zur polizeilichen Strategie, zum politischen Programm und zur gew&#252;nschten gesch&#228;ftlichen Entwicklung passt &#8212; auch wenn diese einmal in Griechenland oder &#214;stereich gewonnen wurde. Das sind doch tolle Aussichten!</p>
<p>Immerhin, diese Forschung wird mit insgesamt 600.000 Euro vom Lande Niedersachsen und von der Europ&#228;ischen Union finanziert. Damit entsteht dann auch ein &#8220;wissenschaftliches&#8221; Ergebnis, mit dem dieses gar nicht so neue Vorgehen in Zukunft besser begr&#252;ndet werden kann. Die goldene Regel der Wissenschaft ist &#252;brigens ganz einfach: Wer das Gold hat, der macht die Regel.</p>
<p>Den Vortragenden kam aus der recht d&#252;nnen Zuh&#246;rerschaft ein kalter und gut informierter Gegenwind entgegen. Es war wirklich keine leichte Leistung, diesen Einw&#252;rfen entgegenzutreten, indem immer wieder die gleichen Beispiele, Versatzst&#252;cke und Vermeidungen konkreter Aussagen in gepflegte Sprache verpackt wurden. Daf&#252;r ein gro&#223;er Respekt an Herrn Kriminalhauptkommissar Dirk Behrmann. Er muss sehr viel &#220;bung in dieser Form der &#8220;Kommunikation&#8221; haben. Die Frau Ingenieurin trat im Verlaufe des zeitweise offenen Abtausches ein wenig in den Hintergrund, aber keine Sorge, das lernt sie auch noch. In der gleichen Monotonie, in der dieses Forschungsprojekt dargelegt wurde, wurde von den Anwesenden angemerkt, dass es hier um eine rein technokratische Betrachtung sozialer Probleme geht, die auf ebenso technokratische Weise &#8220;behandelt&#8221; werden sollen. Die davon betroffenen Menschen tr&#228;ten hinter einer solchen Betrachtung in den Zustand einer unbeachtlichen und marginalisierten Verf&#252;gungsmasse zur&#252;ck. Dies erweckte sogar einmal die Erinnerung an den Beginn der dunkelbraunsten deutschen Zeiten.</p>
<p>Ein Teilnehmer verlie&#223; schon vor dem Aufkommen derart tr&#252;ber Assoziationen erbost die Veranstaltung, weil er die dort herrschende menschliche K&#228;lte wohl nicht mehr ertragen konnte. Zumindest ich kann ihn verstehen.</p>
<p>Was wird als n&#228;chstes geschehen?</p>
<p>Die Menschen in der Region Lindens, die zum Gegenstand dieser Untersuchung werden soll, bekommen in den n&#228;chsten Wochen Post.  Nicht alle Menschen, denn es wird eine Gruppe von 1.000 Personen zuf&#228;llig ausgew&#228;hlt. Inhalt des Briefumschlages ist ein Fragebogen, und &#252;ber den Inhalt des Fragebogens wissen wir nicht viel. Es wird sowohl nach pers&#246;nlichen Befindlichkeiten, also nach dem subjektiven Sicherheitsgef&#252;hl, als auch nach einer Einsch&#228;tzung der Wohnsituation und der baulichen Gestaltung gefragt werden. Auf diesen Frageb&#246;gen kann man Kreuze machen, sie in den R&#252;ckumschlag stecken und einsenden, wenn man an dieser Untersuchung teilnehmen m&#246;chte und Linden hasst. Wer noch einen Ofen hat, kann das Papier anderweitig sinnvoll zum Anmachen nutzen, wer keinen Ofen mehr hat, verwandelt es entweder in lustiges Kinderspielzeug oder Altpapier. Den gef&#252;gigen und von jedem Aufscheinen des Wortes &#8220;sozial&#8221; unmittelbar verblendeten Neulindenern aus dem Sozp&#228;d-Ghetto &#8220;Gilde-Carré&#8221; wird sicherlich angesichts dieser &#8220;Tatgelegenheitsstruktur&#8221; nichts anderes einfallen, als Kreuze zu machen und die Frageb&#246;gen zur&#252;ckzusenden &#8212; deshalb ist ihre fast v&#246;llig ummauerte Wohnwelt auch im untersuchten Gebiet aufgenommen worden.</p>
<p>Und dann werden die Daten ausgewertet, die Schl&#252;sse gezogen und die Welt wird sicherer gemacht. Denn ganz wichtig ist&#8230;</p>
<p><img class="imageframe" alt="PR&#196;VENTION" height="317" width="450" src="http://lindenloewe.de/wp-content/uploads/2010/02/werwirsind.jpg" /></p>
<p>PR&#196;VENTION!</p>
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		<title>Lindenspiegel im Wandel</title>
		<link>http://lindenloewe.de/2010/02/04/lindenspiegel-im-wandel/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 20:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kurt vom Deisterplatz</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>

		<category><![CDATA[Bullshit]]></category>

		<category><![CDATA[Carlyle]]></category>

		<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir erinnern uns. Im Juni vergangenen Jahres beizte der Lindenspiegel die Gehirne mit seiner aufdringlichen Reklame (nat&#252;rlich im redaktionellen Teil) f&#252;r Vorfeldma&#223;nahmen zum weiteren menschlichen R&#252;ckbau Lindens, so dass ich fast in die Zeitung gekotzt h&#228;tte. &#220;berschrieben war der als studentische Umfrage verpackte Schei&#223; mit dem Titel &#8220;Linden im Wandel&#8220;, aber in Wirklichkeit befindet sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir erinnern uns. Im Juni vergangenen Jahres beizte der Lindenspiegel die Gehirne mit seiner aufdringlichen Reklame (nat&#252;rlich im redaktionellen Teil) f&#252;r Vorfeldma&#223;nahmen zum weiteren menschlichen R&#252;ckbau Lindens, so dass ich fast <a href="http://lindenloewe.de/2009/06/04/ich-kotze-in-die-zeitung/">in die Zeitung gekotzt h&#228;tte</a>. &#220;berschrieben war der als studentische Umfrage verpackte Schei&#223; mit dem Titel &#8220;<a href="http://lindenloewe.de/wp-content/uploads/2009/06/lindenspiegel-06-2009.jpg">Linden im Wandel</a>&#8220;, aber in Wirklichkeit befindet sich nur der Lindenspiegel im Wandel. Er folgt dem gesellschaftlichen Trend zur intellektuellen Ghettobildung und besteht folglich auch aus zwei Teilen: Der inliegenden &#8220;Interkulturellen Stadtteil Zeitung&#8221;, die vieles von der bunten Wirklichkeit unserer Heimat abbildet, und dem scheinbar journalistischen Blatt, dass in erheblichen Teilen zu einer Verdummung frisch aus der Rotationsmaschine verkommen ist. Gleich, ob dabei unter dem l&#228;cherlichen Vorwand einer &#8220;gesundheitlichen Aufkl&#228;rung&#8221; heiter f&#252;r allerlei mehr oder weniger wirksame Mittelchen aus den Apotheken und aus der Quacksalberei der Sch&#246;nheits- und Lifestyle-Branche Reklame gemacht wird, oder ob offenbar irgendwelche schnell abgeschriebenen Presseerkl&#228;rungen notd&#252;rftig um ein paar S&#228;tze erg&#228;nzt werden, damit auch der Eindruck von Pressearbeit entstehe. Am Deisterplatz, wo sich immer noch alles im Kreise dreht, wenn die einen rein und die anderen raus wollen, flatterte mir die Februar-Ausgabe dieses in die wehrlosen Briefk&#228;sten gestopften K&#228;seblattes vor die F&#252;&#223;e.</p>
<p>Dieses Blatt, das sich noch am besten dazu eignet, zu einer Spuckt&#252;te gefaltet zu werden, damit man es besser vollg&#246;beln kann, nahm noch einmal Bezug auf die &#8220;studentische Untersuchung&#8221;, die im vergangenen Sommer unter der Leitung von Frau Dipl.-Geogr. B. Tutkunkardes durchgef&#252;hrt wurde. Nat&#252;rlich wurde dabei nicht erw&#228;hnt, dass in ganz Linden Flugzettel geklebt und &#8212; im Gegensatz etwa zur wild plakatierten Werbung &#8212; auff&#228;llig beflissen auch entfernt wurden, die das Fragw&#252;rdige dieser Untersuchung in den Sinn rufen wollten, und es wurde auch nicht mehr so viel von den &#8220;Ver&#228;nderungen der baulichen, sozialen und kommerziellen Struktur [&#8230;], die insgesamt eine Aufwertung und einen sukzessiven Imagewandel der Altbauquartiere mit sich bringen&#8221; gefaselt, sondern etwas <em>sehr</em> anderes, aber lest es doch selbst:</p>
<blockquote><p>Linden ist Gegenstand eines Europ&#228;ischen Forschungsprojektes</p>
<p><strong>Was kann Stadtplanung zur Sicherheit der B&#252;rger beitragen?</strong></p></blockquote>
<p>In der Tat, eine dr&#228;ngende Frage in einem Stadtteil, in dem sich die meisten darin lebenden Menschen recht wohl und gar nicht unsicher f&#252;hlen. Diese Frage wird dann auch beantwortet. Offen bleibt jedoch die Frage, warum die Schmierfinken, die diesen Artikel hingerotzt haben, so sehr auf die Vergesslichkeit der Menschen in Linden bauen k&#246;nnen. Das hier hei&#223;t Linden, nicht Alzheim.</p>
<blockquote><p>Im letzten Jahr gab es im Rahmen eines studentischen Projekts eine Umfrage unter Lindener B&#252;rgerInnen zur Einsch&#228;tzung ihres Stadtteils.</p></blockquote>
<p>Ja, diese Umfrage gab es, wir wissen es noch genau. In dieser Umfrage ging es um alles m&#246;gliche, aber selbst <a href="http://lindenloewe.de/2009/06/04/ich-kotze-in-die-zeitung/#comment-156">der so energisch kommentierende F&#252;rsprecher namens Nicolas</a> nahm nicht das Wort von der Sicherheit in den Mund. Immerhin wurde uns in seinem Kommentar sogar vorgeworfen, eine &#8220;Weltverschw&#246;rung&#8221; an die Wand zu malen, wo es doch nur um ein ganz kleines, ach so wohlt&#228;tiges lokales Projekt ginge &#8212; &#252;brigens ein Wort, das der Leser eher in seinem Kopfe als in der Kritik seiner Untaten fand. Nun, eine Weltverschw&#246;rung liegt immer noch nicht vor, aber immerhin schon einmal ein &#8220;Europ&#228;isches Forschungsprojekt&#8221;&#8230; <img src='http://lindenloewe.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<blockquote><p>Der Lindenspiegel berichtete dar&#252;ber und stellte im September die Ergebnisse vor. Linden wurde von der gro&#223;en Mehrheit seiner BewohnerInnen au&#223;erordentlich positiv und als interessant und lebenswert beurteilt.</p></blockquote>
<p>Und das soll sich nun &#228;ndern&#8230; <img src='http://lindenloewe.de/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /> </p>
<blockquote><p>Was aber macht einen lebenswerten Stadtteil aus?</p></blockquote>
<p>Vielleicht die Tatsache, dass er so ist wie Linden? Bunt, lebendig, gr&#246;&#223;tenteils harmlos und sehr vielf&#228;ltig? Und dass in einem solchen Stadtteil nicht nur irgendwelche Entseelungsreste rumlungern, die aus jedem menschlichen Miteinander einen sozial optimierten Gesch&#228;ftsvorgang machen wollen?</p>
<p>Ich meine ja nur mal so, als Nichtwisschenschaftler. Aber beim Lindenspiegel schreibt man lieber etwas ganz anderes ab, um die erste Seite des Blattes zu bestempeln.</p>
<blockquote><p>Aspekte dabei sind u. a. die gef&#252;hlte Sicherheit und das tats&#228;chliche Kriminalit&#228;tsaufkommen.</p></blockquote>
<p>Ah ja! Mehr Polizisten, &#220;berwachungskameras und weniger &#246;ffentlicher Raum, der zum kostenlosen Verweilen und Leben einl&#228;dt. Schon ist dieses ganze Pack &#8212; sorry: &#8212; schon sind die Lindener von der Stra&#223;e und alles sieht viel sicherer aus.</p>
<p>(Vielleicht als kleine Krone noch ein Gef&#228;ngnisneubau an Stelle des Ihmezentrums? Die Burg-&#196;sthetik passt ja schon ganz gut.)</p>
<blockquote><p>Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat hierzu ein internationales EU-Forschungsprojekt initiiert, das die Lindener B&#252;rgerInnen mit einbinden soll.</p></blockquote>
<p>Hmm, <a href="http://www.althand.de/freund_helfer.jpg">kommt mir bekannt vor</a>&#8230; <img src='http://lindenloewe.de/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /> </p>
<blockquote><p>Seit [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Wie, das l&#228;uft schon? Haben wir aber gar nichts von mitbekommen. Da hatte der Lindenspiegel wohl noch keine Unterlagen, was? Und das hat gar nichts mit diesem &#8220;studentischen Projekt&#8221; zu tun, das nur zuf&#228;llig&#8230;</p>
<blockquote><p>[&#8230;] dem  01.07.2009 [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;an so einem &#228;hnlichen Termin begann und nur zur Zierde eingangs des tollen und gewohnt hochqualitativen Artikels im Lindenspiegel erw&#228;hnt wurde.</p>
<p>Ebenfalls ist es wohl nur ein Zufall, dass dieses Thema gar nicht existierte, als diese Studenten da letzte Woche im Freizeitheim Linden in trauter Gemeinschaft mit dem Stadtplanungsamt ihre lieblichen Ideen zur Vernichtung meiner Heimat vorgestellt haben. Die werden da ja nur zur Zierde erw&#228;hnt, deshalb wissen die auch nichts davon. Und einige scheinen zu glauben, dass die Menschen in Linden ihren Kopf nur f&#252;r den Friseur tragen.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] l&#228;uft das Projekt &#8220;PluS &#8212; Planning urban Security / Planung urbaner Sicherheit&#8221; [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Und nicht vergessen. Das &#8220;u&#8221; in &#8220;urban&#8221; wird nicht als &#8220;&#246;&#8221; ausgesprochen, sondern als langgezogenes Schwa. Oder vielleicht doch gleich das deutsche Wort nehmen. Hei&#223;t ja genau so, schreibt sich genau so und die Abk. bleibt auch gleich. Ach ja, &#8220;urban&#8221; kommt &#252;brigens vom lateinischen Adjektiv &#8220;urbanus&#8221;, das so viel wie &#8220;zur Stadt geh&#246;rend&#8221; bedeutet. Klingt ja auch gleich viel gebildeter, wenn man mit den Leuten Fremdsprachen spricht.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] zur Kriminalpr&#228;vention im St&#228;dtebau.</p></blockquote>
<p><em>*prust!*</em></p>
<blockquote><p>Das Projekt untersucht, wie man durch gezielte Ma&#223;nahmen im St&#228;dtebau die Sicherheitslage beeinflussen und die Anzahl von Straftaten reduzieren kann.</p></blockquote>
<p>Und ich dachte immer, deshalb kreist der Hubi so oft &#252;ber Linden und raubt uns die Ruhe.</p>
<p>Mein Vorschlag, ganz unwisschenschaftlich: Ausgehverbot bei Dunkelheit, Total&#252;berwachung, Verbot &#246;ffentlicher Versammlungen von mehr als null Leuten und vor allem die Menschen von der Stra&#223;e holen. Aber diese Wisschenschaftler wissen das bestimmt besser. Vor allem, besser auszudr&#252;cken.</p>
<blockquote><p>Als herausragendes Beispiel f&#252;r verbesserungsw&#252;rdige Stadtplanung sei hier nur das in Linden allseits so beliebte Ihmezentrum genannt.</p></blockquote>
<p>Oh, da hat doch tats&#228;chlich jemand einen Absatz in den beim Hinschauen wie &#252;bernommen aussehenden Text reingebastelt. Neben so viel Realsatire kommt die Ironie aber leider nicht durch.</p>
<blockquote><p>Zusammen mit PartnerInnen aus Deutschland (Hannover), Gro&#223;britannien (Manchester), Polen (Stettin) und &#214;stereich (Wien) soll u. a. den Fragen nachgegangen werden, welche kriminalpr&#228;ventiven Ans&#228;tze im St&#228;dtebau es in Europa bereits gibt und welche Ma&#223;nahmen auf andere L&#228;nder &#252;bertragen werden k&#246;nnen, um die Sicherheitslage zu verbessern.</p></blockquote>
<p>Was das nun f&#252;r obskure Partner_innen (schei&#223; alternativt&#252;melnde <a title="Wer das Wort nicht kennt, der klicke!" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Binnenmajuskel">BinnenMajuskel</a>!) sein sollen, wird in der F&#252;lle dieses Textes besser verschwiegen. Statt dieser wirklich interessanten Information gibt es noch ein bisschen Blah:</p>
<blockquote><p> Das Bed&#252;rfnis nach Sicherheit ist f&#252;r das Wohlbefinden der B&#252;rgerinnen und B&#252;rger von gro&#223;er Bedeutung. Dieses subjektive Sicherheitsbed&#252;rfmnis l&#228;sst sich u.a. auch durch kriminalpr&#228;ventive Ma&#223;nahmen im St&#228;dtebau positiv beeinflussen.</p></blockquote>
<p>Ich sags ja, Blah. &#8220;Sicherheitsbed&#252;rfnis&#8221; und &#8220;Ma&#223;nahmen&#8221;, kein WAS, kein WIE, nur WO &#8212; n&#228;mlich hier, in Linden.</p>
<blockquote><p>Dabei gibt es bereits sichtbare Erkenntnisse aus Hannover-Linden.</p></blockquote>
<p>Meint ihr damit jetzt die Wirtschaftskriminalt&#228;t, die uns dieses tolle Ihmezentrum zur Ruine gemacht hat?  In der Tat, vor so einer Schei&#223;e von <em>herzzerfressenen Arschl&#246;chern</em> ist auch in Linden keiner sicher.</p>
<p>Aber, um es noch einmal zu wiederholen, kein WAS, kein WIE, nur WO.</p>
<blockquote><p><strong>Ist Linden besser als sein Ruf?</strong></p>
<p>Neben konkreten baulichen Ma&#223;nahmen, wie Verbesserung der Orientierung durch klare Wegef&#252;hrung &#8212; im Ihmezentrum zweifellos dringend erforderlich &#8212; [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Ach so, ihr wollt ein paar Wegweiser in einer langsam vor sich hin rottenden <a href="http://kader.de/blog/wp-content/uploads/2009/06/ihmepassage2.jpg">Gro&#223;baustelle</a> haben. Na, das ist doch endlich einmal ein WAS und ein WIE, und was f&#252;r eines! Da freut sich doch jeder, der da im Dreck leben muss, den Carlyle in Zusammenarbeit mit der Stadt Hannover hinterlassen hat.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] die Zuordnung privater Bereiche [&#8230;]</p></blockquote>
<p><a href="http://lindenloewe.de/2009/04/17/sinnlose-ampel/">Hmm</a>&#8230;</p>
<blockquote><p>[&#8230;] und eindeutige Verteilung von Verantwortlichkeiten, spielt die Gegen&#252;berstellung der tats&#228;chlichen Kriminalit&#228;tslage mit der vorhandenen subjektiven Kriminalit&#228;tsfurcht der B&#252;rgerInnen eine gro&#223;e Rolle.</p></blockquote>
<p>Hey, geil! Die Polizei will politische Aufkl&#228;rungsarbeit leisten? <img src='http://lindenloewe.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber nicht das gelegentliche Anlegen der Handschellen vergessen&#8230;</p>
<blockquote><p>Das Untersuchungsgebiet in Linden-Mitte umfasst das Gebiet zwischen der Stephanusstra&#223;e, Falkenstra&#223;e, Ihmepassage und Blumenauer Stra&#223;e.</p></blockquote>
<p>Na, das ist doch eine gute Nachricht. Da ist ja auch dieses Sozp&#228;d-Ghetto namens Gilde-Carré drin, und darin finden sich gewiss ein paar Neulindener, die ihre in der VR China gefertigte Tibet-Fahne schwenken, wenn sie ihrer Sehnsucht nach mehr Sicherheit Ausdruck verleihen &#8212; eine einfache Mauer reicht wohl nicht. Mit diesen netten Zeitgenossen, die sich leider noch nicht die schnieke Eigentumswohnung in der List leisten k&#246;nnen, muss man sich ja schon &#246;fter mal herumschlagen.</p>
<blockquote><p>Ab Mitte Februar wird es eine Fragebogenaktion geben. &#220;ber 1000 Personen aus diesem Bereich werden nach dem statistischen Zufallsprinzip ausgew&#228;hlt und gebeten, an der Befragung teilzunehmen.</p></blockquote>
<p>&#220;brigens: Es gibt zwar ein Zufallsprinzip, und es gibt in der Statistik eine zuf&#228;llig ausgew&#228;hlte Stichprobe, aber das statistische Zufallsprinzip ist mir noch nicht begegnet. Ist damit jetzt gemeint, dass die Auswahl bei einer statistischen Untersuchung <em>zuf&#228;llig aussieht</em>?</p>
<blockquote><p>&#220;ber den Postweg oder online k&#246;nnen Sie [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Holla, ein gro&#223;geschriebenes &#8220;S&#8221;, ich f&#252;hle mich total pers&#246;nlich angesprochen!</p>
<blockquote><p>[&#8230;] dann Ihre Meinung zur Sicherheitslage im Stadtteil abgeben, [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Da wird aber so richtig durchgemeint! Zum Ankreuzen!</p>
<blockquote><p>[&#8230;] damit die Polizei als Partner im St&#228;dtebau [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Bislang kannte ich Mitmensch Polizeibeamter vor allem mal mit einer Haltekelle. Aber so eine Maurerkelle ist auch ganz sympathisch.</p>
<p>(Ich muss mal aufs Klo, das Lachen l&#228;sst meine Blase explodieren.)</p>
<blockquote><p>[&#8230;] b&#252;rgernah und gut vorbereitet [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Auf was?</p>
<blockquote><p>[&#8230;]  in den bereits erw&#228;hnten L&#228;ndervergleich gehen kann.</p></blockquote>
<p>Wow! Ein L&#228;ndervergleich! Das ist ja fast schon eine Europameisterschaft! JEETZT GEEHTS LOOS! LINDEN WIRD MEISTER!</p>
<p>In was?</p>
<p>Nat&#252;rlich darin, ein f&#252;r die Polizei gut behandelbarer Stadtteil zu sein. MEISTER&#8230; <em>*gr&#246;hl!*</em></p>
<blockquote><p><strong>Was kommt f&#252;r Linden dabei heraus?</strong></p>
<p>Letztendlich [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Gutes erstes Wort. Zusammengesetzt aus Letzt und Ende.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] geht es um die Verbesserung der Lebensbedinungen unter der Perspektive eines friedlichen und m&#246;glichst konfliktfreien Zusammenlebens durch das Zusammenspiel von gebauter Umwelt und sozialr&#228;umlichen Engagement.</p></blockquote>
<p>Manchem Bullshit begegnet man noch am besten, wenn man ihn gew&#228;hren l&#228;sst&#8230;</p>
<p>So, und jetzt ist dem Gestalter der Titelseite des Lindenspiegels noch ein weiterer Absatz selbst eingefallen, den er als Einfall in den Text fallen lie&#223;, damit bei uns der Groschen f&#228;llt:</p>
<blockquote><p>Es sollen Missst&#228;nde wie sie zum Beispiel durch die Architektur des Ihme-Zentrums verursacht werden durch dieses Projekt auch aufgedeckt werden!</p></blockquote>
<p>[<em>Ausrufezeichen, Stilschw&#228;che und Kommafehler aus dem Original, nicht von mir.</em>]</p>
<p>Wer sich n&#228;her informieren will, wird vielleicht das folgende Angebot sch&#228;tzen &#8212; es w&#228;re wohl g&#252;nstig, wenn eine gut gebildete und heimatverbundene Meinung nebst einiger Flaschen Herri zum besseren Ertragen des Gefasels mitgebracht werden:</p>
<blockquote><p><strong>Info-Veranstaltung</strong></p>
<p>Eine &#246;ffentliche Informationsveranstaltung zu diesem Projekt findet am Mittwoch, 11. Februar ab 19 Uhr in der Aula der Grundschule Am Lindener Markt statt.  Dort, sowie unster <a href="http://www.plus-eu.com/" title="Viel Spa&#223;!">www.plus-eu.com</a> gibt es weiterf&#252;hrende Informationen f&#252;r interessierte B&#252;rgerInnen.</p></blockquote>
<p>Da kann man doch gar nicht widerstehen! Aber vielleicht widerstehen. Zur Hilfe und zur Motivation hier noch ein <a href="http://www.plus-eu.com/index.php?c=dasprojekt&amp;l=de" title="Kotzt&#252;te bereithalten!">kleines Zitat der Website des Projektes</a> &#8212; gemeint ist hier Linden, unsere Heimat:</p>
<blockquote><p>&#8220;PluS&#8221; baut auf der Erkenntnis auf, dass sich soziale Unordnung z.B. auf Grund von Armut, Arbeitslosigkeit, Desintegration und Delinquenz aus mehreren Gr&#252;nden h&#228;ufig in benachteiligten Stadtteilen ballt. Die Folge ist nicht selten, dass benachteiligte Orte dazu f&#252;hren dass sie f&#252;r die Bewohner und Bewohnerinnen zu benachteiligende Orte [<em>sic!</em>] werden k&#246;nnen. [&#8230;]</p>
<p>Durch das Zusammenspiel von planerischem und polizeilichem Konwhow [<em>sic!</em>] unter Beteiligung der Akteure und Akteurinnen vor Ort kann eine Beeinflussung der gebauten Umwelt [<em>sic!</em>] und des Wohnumfeldes im Hinblick auf die Tatgelegenheitsstruktur [<em>sic!</em>] und auf die vermittelte Lebensqualit&#228;t eine erhebliche kriminalpr&#228;ventive Wirkungen [<em>sic!</em>] haben.</p></blockquote>
<p>Nur, damit wir nicht morgen sagen: &#8220;Gestern habe ich mich noch wohl gef&#252;hlt, aber heute f&#252;hle ich mich vor allem sicher&#8221; &#8212; und wo Linden von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Delinquenz">Delinquenz</a> gepr&#228;gt ist, m&#246;chte ich mir gern zeigen lassen. Das Gefasel, das ich heute lesen musste, war hingegen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flatulenz">Flatulenz</a> gepr&#228;gt.</p>
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		<title>Wahl-los</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 17:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dia</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>

		<category><![CDATA[Kampf]]></category>

		<category><![CDATA[Liberale]]></category>

		<category><![CDATA[Linden]]></category>

		<category><![CDATA[Nichtwähler]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, gestern war etwas zu w&#228;hlen; und das Ergebnis m&#246;chte ich nicht unkommentiert lassen. Doch (noch) nicht im Sinne eigens formulierter Gedanken, sondern durch die Worte eines recht alten Volksliedes:
H&#252;tet euch vor Liberalen
  Die nur reden, die nur prahlen
  Nur mit Worten stets bezahlen
  Aber arm an Taten sind:
  Die bald [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, gestern war etwas zu w&#228;hlen; und das Ergebnis m&#246;chte ich nicht unkommentiert lassen. Doch (noch) nicht im Sinne eigens formulierter Gedanken, sondern durch die Worte eines recht alten Volksliedes:</p>
<p><em>H&#252;tet euch vor Liberalen</em><em><br />
</em><em>  Die nur reden, die nur prahlen</em><em><br />
</em><em>  Nur mit Worten stets bezahlen</em><em><br />
</em><em>  Aber arm an Taten sind:</em><em><br />
</em><em>  Die bald hier-, bald dorthin sehen</em><em><br />
</em><em>  Bald nach rechts, nach links sich drehen</em><em><br />
</em><em>  Wie die Fahne vor dem Wind.</em></p>
<p><em>  </em><em>H&#252;tet euch vor Liberalen</em><em><br />
</em><em>  Jene blassen, jene fahlen</em><em><br />
</em><em>  Die in Zeitung und Journalen</em><em><br />
</em><em>  Philosophisch sich ergehn:</em><em><br />
</em><em>  Aber bei des Bettlers Schmerzen</em><em><br />
</em><em>  Weisheitsvoll, mit kaltem Herzen</em><em><br />
</em><em>  Unger&#252;hrt vor&#252;bergehn.</em></p>
<p><em>  </em><em>H&#252;tet euch vor Liberalen</em><em><br />
</em><em>  Die bei schwelgerischen Mahlen</em><em><br />
</em><em>  Bei gef&#252;llten Festpokalen</em><em><br />
</em><em>  Turm der Freiheit sich genannt</em><em><br />
</em><em>  Und die doch um einen Titel</em><em><br />
</em><em>  Zensor werden oder B&#252;ttel</em><em><br />
</em><em>  Oder gar ein Denunziant.</em></p>
<p>Text: Robert Prutz etwa 1848</p>
<p>Und da hat sich doch auch mal ein Jemand angemessen mit der &#8220;Fraktion der Nichtw&#228;hler&#8221; besch&#228;ftigt:</p>
<p><a href="http://blah.tamagothi.de/page/2/" title="Nichtw&#228;hler haben/h&#228;tten Macht">Hochrechnung inklusive Nichtw&#228;hler</a></p>
<p>Nun ja, ich f&#252;rchte der Kampf geht weiter&#8230;oder doch aufgeben&#8230;?! Weder noch?!</p>
<p>Im eigenen Leben hat der Mensch M&#246;glichkeiten zu w&#228;hlen, n&#228;mlich Bestimmtes tun und/oder auch Bestimmtes lassen.  Und hier kann der Mensch tats&#228;chlich etwas be-wirken!</p>
<p>Wie bei der Bundestagswahl in Hannover-Linden gew&#228;hlt wurde, kann sich wer m&#246;chte <strong><a href="http://wahl.hannover-stadt.de/" title="Wie oder was wird denn so in Linden gew&#228;hlt?">hier</a></strong> anschauen.</p>
<p>Eine Frage, die mir bleibt: Wo finde ich die Zahl der &#8220;ung&#252;ltigen&#8221; W&#228;hler?</p>
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		<title>Unerw&#252;nscht Gelinktes</title>
		<link>http://lindenloewe.de/2009/08/19/unerwuenscht-gelinktes/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 15:27:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kurt vom Deisterplatz</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>

		<category><![CDATA[Lindenspiegel]]></category>

		<category><![CDATA[Link]]></category>

		<category><![CDATA[Meschugge]]></category>

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		<description><![CDATA[An sich freut sich der Gestalter einer Website ja &#252;ber jeden Link auf sein Werk. Nicht so unsere kleine Lindener Stadtteilzeitung &#8220;Lindenspiegel&#8221; (bewusst nicht verlinkt), denn dort gef&#228;llt es den Machern der Website gar nicht, von welchen anderen Orten im Internet diese Website zu erreichen ist. Und deshalb sieht man, wenn man etwa den Link [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An sich freut sich der Gestalter einer Website ja &#252;ber jeden Link auf sein Werk. Nicht so unsere kleine Lindener Stadtteilzeitung &#8220;Lindenspiegel&#8221; (bewusst nicht verlinkt), denn dort gef&#228;llt es den Machern der Website gar nicht, von welchen anderen Orten im Internet diese Website zu erreichen ist. Und deshalb sieht man, wenn man etwa den Link vom Lindener L&#246;wen auf den &#8220;Lindenspiegel&#8221; folgt, seit kurzem den folgenden, kleinen Hinweis:</p>
<p><a href="http://lindenloewe.de/wp-content/uploads/2009/08/lindenspiegel-verlinkung.jpg" title="Wegen unerw&#252;nschter Verlinkung sind wir auf einen neuen Domainnamen umgezogen…"><img src="http://lindenloewe.de/wp-content/uploads/2009/08/lindenspiegel-verlinkung.jpg" width="450" height="315" alt="Wegen unerw&#252;nschter Verlinkung sind wir auf einen neuen Domainnamen umgezogen…" class="imageframe" /></a></p>
<p>Wir hoffen, dass es nicht der kleine Link vom Lindener L&#246;wen war, der zur virtuellen Auswanderung in das Vereinigte K&#246;nigreich gef&#252;hrt hat.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>H&#228;ngt sie h&#246;her!</title>
		<link>http://lindenloewe.de/2009/08/03/haengt-sie-hoeher/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 00:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kurt vom Deisterplatz</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glosse]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Deisterplatz]]></category>

		<category><![CDATA[Limmerstraße]]></category>

		<category><![CDATA[Realsatire]]></category>

		<category><![CDATA[SPD]]></category>

		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Und immer noch geht am Deisterplatz alles im Kreise, die einen wollen rein und die andern wollen raus.
Rein will zum Beispiel die SPD. Nein, nicht nach Linden, da hat die Buhlmann ja schon l&#228;ngst ihr B&#252;ro, sondern &#8212; viel schlimmer &#8212; in den Bundestag. Und weil gerade so sch&#246;n Wahlkampf ist, wo die antretenden Parteien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und immer noch geht am Deisterplatz alles im Kreise, die einen wollen rein und die andern wollen raus.</p>
<p>Rein will zum Beispiel die SPD. Nein, nicht nach Linden, da hat die Buhlmann ja schon l&#228;ngst ihr B&#252;ro, sondern &#8212; viel schlimmer &#8212; in den Bundestag. Und weil gerade so sch&#246;n Wahlkampf ist, wo die antretenden Parteien mal wieder so richtig sch&#246;n den Stimmviechern zeigen m&#252;ssen, dass sie politische Kommunikation f&#252;r eine Einbahnstra&#223;e halten, h&#228;ngen nat&#252;rlich &#252;berall Wahlplakate in Linden aus. Vor allem von der SPD und von der Linkspartei, aber auch &#252;ber die MLPD ist mein Auge gestolpert. Man scheint in den Parteien zu glauben, dass die Parteien wegen der Plakate gew&#228;hlt w&#252;rden&#8230;</p>
<p>Ich w&#252;rde ja gern etwas Inhaltliches zu den SPD-Plakaten sagen, aber daf&#252;r m&#252;ssten sie so etwas wie Inhalte haben. Wenn dieses <em>Testbild der SPD</em>, dieser charismatische Buchhaltertyp Steinmeier, unter einem Foto von ihm in seinem intensiv grauen Sacko irgendwas mit &#8220;Anpacken&#8221; drucken l&#228;sst, wirkt das nicht nach Inhalt, noch weniger glaubw&#252;rdig,  sondern es wirkt nur nach einem schlechtem Witz.</p>
<p>Der wird &#252;brigens auch nicht lustiger davon, dass er im Abstand von zwei Laternenpf&#228;hlen wiederholt wird.</p>
<p>Aber etwas anderes ist lustig an diesen Plakaten.</p>
<p>Ist es euch auch aufgefallen, wenn ihr die Limmerstra&#223;e lang gegangen seid? Die Plakate dieser Partei, die alles Soziale und Demokratische so weggelassen hat, dass eben nur noch die Partei &#252;brig geblieben ist, die h&#228;ngen in diesem Sommer hoch, dass man nicht mehr rankommt. Ich glaube, das ist ein Symbol f&#252;r &#8220;B&#252;rgern&#228;he&#8221;.</p>
<p>Fr&#252;her hingen jedenfalls nur die Plakate der NPD so hoch&#8230;  <img src='http://lindenloewe.de/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nee, heute will ich mal raus hier. Wenn sich nur nicht immer alles im Kreise drehen w&#252;rde&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Weil du so nett gr&#252;&#223;t, Stephan</title>
		<link>http://lindenloewe.de/2009/07/11/weil-du-so-nett-gruesst-stephan/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 21:34:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kurt vom Deisterplatz</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hinweise]]></category>

		<category><![CDATA[Fährmannsfest]]></category>

		<category><![CDATA[Satire]]></category>

		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

		<category><![CDATA[Stephan Weil]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit &#252;berschw&#228;nglicher, niemals wieder erl&#246;schender Freude habe ich das Gru&#223;wort neben dem Portrait unseres hann&#246;verschen Oberb&#252;rgermeisters Stephan Weil im offiziellen Programmheft des F&#228;hrmannsfestes 2009 gelesen.
Diese gro&#223;en Worte, der optimistische Blick in das kommende Ereignis, die unverhohlene Begr&#252;&#223;ung des gewaltig gewordenen &#8220;Woodstock an der Ihme&#8221; erhebt mein Herz in heiterste H&#246;hen. Allerdings dr&#228;ngt mich ein schelmig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit &#252;berschw&#228;nglicher, niemals wieder erl&#246;schender Freude habe ich das Gru&#223;wort neben dem Portrait unseres hann&#246;verschen Oberb&#252;rgermeisters Stephan Weil im offiziellen Programmheft des <a HREF="http://www.faehrmannsfest.de/" TITLE="Nat&#252;rlich gibt es dazu auch eine Homepage...">F&#228;hrmannsfestes</a> 2009 gelesen.</p>
<p>Diese gro&#223;en Worte, der optimistische Blick in das kommende Ereignis, die unverhohlene Begr&#252;&#223;ung des gewaltig gewordenen &#8220;Woodstock an der Ihme&#8221; erhebt mein Herz in heiterste H&#246;hen. Allerdings dr&#228;ngt mich ein schelmig Juckreiz, den Worten mit Anmerkungen die fehlende W&#252;rze zu geben, um sie von ihrer Fadheit zu befreien&#8230; <img src='http://lindenloewe.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<blockquote><p>Mitten im Herzen Hannover-Lindens, [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Ich vermute, der Autor dieser Ortbeschreibung tr&#228;gt sein Herz au&#223;erhalb des K&#246;rpers. Bleibt nur zu hoffen, dass er im K&#246;rper nicht eine Addiermaschine an Stelle eines Herzens tr&#228;gt.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] genau dort, wo sich Ihme und Leine k&#252;ssen, [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Auch scheinen die sexuellen Phantasien ein wenig ungez&#252;gelt sogar auf die Geografie &#252;berzugreifen.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] auf den Wiesen und Auen [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;ganz nahe beim Nationalpark innerst&#228;dtische Leineaue&#8230;</p>
<blockquote><p>[&#8230;] an der Justus-Garten-Br&#252;cke, [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;die nach einer nicht mehr existierenden Gastwirtschaft benannt ist und damit trefflich zum verdunsteten Geist der alten F&#228;hrmannsfeste passt.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] wo fr&#252;her ein F&#228;hrmann zwischen Hannover und Linden &#252;bersetzte, [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;und zusah, dass er schnell nach Linden zur&#252;ckkommt.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] treffen wir [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Ihr vielleicht.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] uns am ersten August-Wochenende [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;leider nicht zum Abriss Hannovers bei den &#8220;Chaostagen&#8221;, sondern&#8230;</p>
<blockquote><p>[&#8230;] beim F&#228;hrmannsfest.</p></blockquote>
<p>Immerhin, dort gibt es auch etwas auf die Ohren, selbst f&#252;r jene, die nichts zwischen den Ohren haben.</p>
<blockquote><p>Vom Ska-Punk bis zum Metal, [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Von einer Spielart des bastardisierten, vergn&#252;glich konsumierbar gemachten Punks zu nachgemachtem Metal kann der erfahrene Besucher des teuren Bierbecher-Guantanamo bemerken, dass sich der alte Geist v&#246;llig verfl&#252;chtigt hat.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] vom Singer / Songwriter [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;den man deutsch &#252;brigens &#8220;Liedermacher&#8221; nennt&#8230;</p>
<blockquote><p>bis zum Rockabilly, vom Folk-Rock bis zur Klassik [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;gibt es langatmige Aufz&#228;hlungen, die eine nicht vorhandene Vielfalt in dieser Einfalt vort&#228;uschen sollen.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] &#8212; das &#8220;kleine Woodstock an der Leine&#8221; [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;hei&#223;t immer noch <a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Woodstock_(New_York)" TITLE="Und es liegt auch gar nicht bei New York...">Hannover</a>.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] bietet auch in diesem Sommer [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;der wie &#252;blich auch im August stattfindet.</p>
<blockquote><p> [&#8230;] wieder ein breites Spektrum [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;wieder ein Spektrum, das viele Menschen in Linden nur genie&#223;en k&#246;nnen, wenn sie ziemlich breit sind.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] musikalischen H&#246;rgenusses.</p></blockquote>
<p>Immerhin, man muss die Musik nicht riechen. Vieles erinnerte vielleicht auch &#252;berdeutlich an den jedem Menschen allzu vertrauten Duft frisch abgeseilter F&#228;zen.</p>
<blockquote><p>Besonders freuen wir [&#8230;]</p></blockquote>
<p>also: ihr.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] uns auf die Blues-Rock-Legende TEN YEARS AFTER, [&#8230;]</p></blockquote>
<p>euch auf eine derart legend&#228;re Band, dass ihr Ruf von vielen kaum vernommen wurde. Aber immerhin wird es ein bisschen sehr altmodische Musik geben, die sich gut in den Geist der Siebziger Jahre f&#252;gt, der sich in Gestalt des Ihmezentrums in Sichtn&#228;he materialisiert hat.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] weil im August 2009 das original Woodstock-Festival 40 Jahre zur&#252;ckliegt [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;und es n&#228;chstes Jahr gar schon 41 Jahre zur&#252;ckgelegen haben wird.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] und eben Ten Years After dort dabei waren.</p></blockquote>
<p>&#220;brigens: Joe Cocker, Santana, Grateful Dead und The Who waren unter anderem auch da. Janis Joplin und Jimi Hendrix m&#252;ssen also nicht extra zum Leben erweckt werden &#8212; was mangels Jesusf&#228;higkeiten nicht einmal Stephan Weil m&#246;glich ist &#8212; um Hannover musikalisch so richtig &#8220;<a HREF="http://www.powerofpolitics.com/Forum.aspx?TID=16645&amp;LPID=207249&amp;PG=1#PID207249" TITLE="Siehe hier den ganzen Schwitters-Text zu Hannover">vorw&#228;rts nach weit</a>&#8221; (Kurt Schwitters) streben zu lassen.</p>
<blockquote><p>Aber damit nicht genug: [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Als wenn man nicht schon genug h&#228;tte&#8230;</p>
<blockquote><p>[&#8230;] Vom Kinderschminken bis zur Kletterwand, vom Gl&#252;cksrad bis zum Infostand, ob ihr einfach nur auf der Wiese liegen m&#246;gt oder zum Beispiel auf der Kulturb&#252;hne den zweiten Poetry Slam verfolgt [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;oder gern eine weitere, erm&#252;dende Aufz&#228;hlung wie diese lest.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] &#8212; beim F&#228;hrmannsfest gibt es jede Menge Anregungen und Unterhaltung f&#252;r Gro&#223; und Klein.</p></blockquote>
<p>Und f&#252;r das <em>gro&#223;e und kleine Gesch&#228;ft</em>.</p>
<blockquote><p>F&#252;r unser Team, welches f&#252;r das Fest und auf dem Fest arbeitet, [&#8230;]</p></blockquote>
<p>[&#8230;] und nat&#252;rlich auch manches f&#252;r Geld, denn das ist das Fest f&#252;r sich und an sich.</p>
<blockquote><p>ist das F&#228;hrmannsfest immer ein Happening.</p></blockquote>
<p>Stimmt. Es ist ein &#8212; Achtung, Deutsch! &#8212; Ereignis.</p>
<blockquote><p>Mehr als 300 Personen helfen beim Auf- und Abbau, an den Toren und auf den B&#252;hnen, beim Zapfen und an den Essens-St&#228;nden, beim Schminken und im Zirkus, an der Kasse und am Kaffeestand.</p></blockquote>
<p>Und freuen sich &#252;ber diese Erw&#228;hnung als P&#252;nktchen in einer weiteren, langatmigen Aufz&#228;hlung.</p>
<blockquote><p>Viele kennen sich seit Jahren, [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;und einige sind inzwischen sogar schon wieder geschieden.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] f&#252;r manche ist es ein einmaliges Ereignis im Jahr, [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;weil auch sie den <a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Gregorianischer_Kalender" TITLE="Das ist der, der hier gilt, auch wenn Woodstock an der Leine oder Ihme oder an irgendwelchen K&#252;ssen liegt...">gregorianischen Kalender</a> verwenden.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] f&#252;r andere ist das, was sie zum Fest beitragen, Beruf oder Hobby.</p></blockquote>
<p>Wobei &#8220;Hobbyisten&#8221; die billigeren sind.</p>
<blockquote><p>Happening kommt von happy [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Falsch, es kommt vom Verb &#8220;<a HREF="http://dict.leo.org/ende?lp=ende&amp;lang=de&amp;searchLoc=0&amp;cmpType=relaxed&amp;sectHdr=on&amp;spellToler=on&amp;chinese=both&amp;pinyin=diacritic&amp;search=to+happen&amp;relink=on" TITLE="Schau doch mal ins W&#246;rterbuch!">to happen</a>&#8220;. Wenn ihr schon kein Deutsch mehr sprechen wollt, denn sprecht doch bitte kein BSE. (&#8221;bad simple english&#8221;)</p>
<blockquote><p>[&#8230;] und die Freude und das Sichfreuen auf das Fest [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;oder auf das Happening oder auf das Happyning oder auf die gesalzenen <em>f&#252;nf Euro</em> f&#252;r den Eintritt in einen abgesperrten &#246;ffentlichen Weg und Bereich, der mich ein Wochenende lang zu Umwegen zwingen wird, weil ich mich nicht kostenpflichtig von kurzhaarigen Schl&#228;gertypen befummeln lassen will.</p>
<blockquote><p>machen den spirituellen Grundton aus, [&#8230;]</p></blockquote>
<p>&#8230;der seine Unterst&#252;tzung darin findet, dass man auch am extra verkaufsoffen gemachten Sonntag Tinnef kaufen kann. Und die unterbezahlten Elendsangestellten in den L&#228;den k&#246;nnen sich so etwas wie Spiritualit&#228;t eh nicht leisten.</p>
<blockquote><p>[&#8230;] der dem Fest seine besondere Atmosph&#228;re verleiht.</p></blockquote>
<p>Sch&#246;n zu wissen, dass die Atmosph&#228;re der alten F&#228;hrmannsfeste derart vergiftet zum Himmel stinkt, dass ich meinen Arsch bestimmt nicht in Sperrzone zwischen Hannover und Linden bewegen werde.</p>
<blockquote><p>Wir sehen uns!<br />
Euer F&#228;hrmannsfest-Team</p></blockquote>
<p>Ihr seht euch vielleicht, mich nicht.</p>
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		<title>Vom Rein, Raus und vom Schmuck</title>
		<link>http://lindenloewe.de/2009/07/02/vom-rein-raus-und-vom-schmuck/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 02:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kurt vom Deisterplatz</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>

		<category><![CDATA[Glosse]]></category>

		<category><![CDATA[Brutalismus]]></category>

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		<category><![CDATA[Schmuckplatz]]></category>

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		<description><![CDATA[Da steht man hier am Deisterplatz, der Sommer ist angenehm schw&#252;l, das Bier, das will flie&#223;en immerfort die trockene Kehle hinab und alles f&#228;hrt nur immerfort im Kreis &#8212; die einen wollen eben rein, und die andern wollen raus. Dass dem ollen Turm noch nicht schwindlig geworden ist&#8230;
Ist euch eigentlich aufgefallen, wie still es um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da steht man hier am Deisterplatz, der Sommer ist angenehm schw&#252;l, das Bier, das will flie&#223;en immerfort die trockene Kehle hinab und alles f&#228;hrt nur immerfort im Kreis &#8212; die einen wollen eben rein, und die andern wollen raus. Dass dem ollen Turm noch nicht schwindlig geworden ist&#8230;</p>
<p>Ist euch eigentlich aufgefallen, wie still es um das Ihmepark Lindenzentrum (oder so &#228;hnlich) geworden ist? Nichts mehr h&#246;rt man von diesem angesoffenen Plan einiger durchgeknallter Kaufleute, einen Haufen rottigen Stahlbetons als einen &#8220;Park&#8221; zu verkaufen und damit die Leute f&#252;r dumm verkaufen zu wollen. Bei der Stadt Hannover hat man sich ja f&#252;r dumm genug verkaufen lassen, um diesen gef&#228;hrlichen Dummfug in jeder nur erdenklichen Weise zu f&#246;rdern, und die hann&#246;versche Presse  hat fast so getan, als wisse sie gar nichts von den <a href="http://lindenloewe.de/2009/06/09/die-kuerzeste-kunstausstellung-der-welt/" title="Mehr zu den ">Robusten Wirklichkeiten</a>, die da zwischen den tr&#252;ben Fluten der Ihme und einer Blumenauer Stra&#223;e angeh&#228;uft wurden, die eben so &#8220;h&#252;bsch&#8221; ist, wie eine Durchgangsstra&#223;e ohne besonderes Leben nun mal &#8220;h&#252;bsch&#8221; ist. Alles vorbei. Carlyle wollte eine Menge Geld mit dem Irrsinn reinkriegen und ist jetzt raus, die <a href="http://tamagothi.wordpress.com/2008/12/24/die-bewohnerin-des-ihmezentrums/">Bewohner des Ihmezentrums</a> sind immer noch drin in ihrem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ihme-Zentrum">Mahnmal des Brutalismus</a> und ein wenig and&#228;chtiges, daf&#252;r umso mehr der Verdr&#228;ngung dienendes Schweigen hat sich breit gemacht. Neulich haben sich da in Hannover sogar so ein paar total spezielle Extra-Spezialexperten hingesetzt, um dar&#252;ber zu reden, ob das &#8220;Konzept Linden-Park&#8221; in der jetzigen Lage &#252;berhaupt noch angemessen ist. Ach! H&#228;tten sie sich diesen Kopf nur vorher gemacht, die Gro&#223;kopferten! Was w&#228;re uns allen erspart geblieben.</p>
<p>Sehr sch&#246;n &#252;brigens die <a href="http://nachrichten.finanztreff.de/news_news,awert,ticker,bwert,,id,28833517,sektion,uebersicht.html" title="Quelle des Zitates">Financial Times Deutschland</a>:</p>
<blockquote><p>Ein hohes Risiko ist dagegen die Landesbank Berlin (LBB), inzwischen allein in der Hand der Sparkassen, im Ihme-Zentrum eingegangen: Zeitungen nennen die Wohn- und Shoppinganlage unweit der City von Hannover mittlerweile den &#8220;gr&#246;&#223;ten Schrotthaufen Niedersachsens&#8221;. Seit Februar ruhen hier die Umbauarbeiten. Bei der Errichtung Anfang der 70er hatte der fast einen Kilometer lange Bau das gr&#246;&#223;te Fundament Europas, rund 2000 Menschen wohnen hier. Nun haben sich T&#246;chter des US-Finanzinvestors Carlyle beim Umbau einer riesigen Einkaufspassage im Ihme-Zentrum verhoben. 200 Mio. Euro sollten investiert werden. Jetzt regiert hier der Insolvenzverwalter. Hauptgl&#228;ubigerin des Minus-Projekts: die LBB.</p></blockquote>
<p>Und da sagen diese Spinnk&#246;ppe immer, <em>ich</em> sei negativ!</p>
<p>Die Frage, wer die Rechnung f&#252;r den hellen Wahn bezahlt, wird sich in den n&#228;chsten Monaten von allein beantworten. Und jeder, der lieber das dumme Geld des Staates und der Stadt in wirklich nachhaltige und zukunftsf&#246;rdernde Infrastruktur gesteckt gesehen h&#228;tte, also zum Beispiel in <a href="http://www.hannoversche-linke.de/dossier-bucherei.htm">&#246;ffentliche Leihb&#252;chereien</a>, der kann nur noch so lange seinen Kopf gegen die n&#228;chste Wand schlagen, bis der bohrende Schmerz im Hirne nachl&#228;sst.</p>
<p>Nein, da muss man als schnodderiger Deist des Geisterplatzes den Blick, der im grellen Sommer tr&#252;b zu werden droht, doch schnell an einem anderen Orte nach d&#252;rrem Troste suchen lassen.</p>
<p>Kennt ihr eigentlich den Schmuckplatz? Klar, wer am K&#246;tnerholzweg lebt oder &#246;fter mal die Ahlemer Stra&#223;e heruntergeht, der kennt den Schmuckplatz. Viele Orte in Linden haben recht unpassende Namen, es gibt zum Beipspiel eine St&#228;rkestra&#223;e, in der viele sozial Schwache leben, eine Pavillionstra&#223;e, unter deren Mietskasernen man alles m&#246;gliche findet, aber keine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pavillon">freistehenden Geb&#228;ude</a> oder auch eine Grotestraat, de is sowat von l&#252;tt. Aber wenn ich einen Kandidaten f&#252;r die unpassendste offizielle Bezeichnung in Linden benennen m&#252;sste, denn n&#228;hme ich den Schmuckplatz, denn der&#8230;</p>
<p><img src="http://lindenloewe.de/wp-content/uploads/2009/07/p5020002.jpg" alt="Schmuckplatz — ein Schmuck ist das nicht!" class="imageframe" height="337" width="450" /></p>
<p>&#8230;ist alles andere als ein Schmuck.</p>
<p>Und zwar schon seit Jahren nicht mehr.</p>
<p>Fr&#252;her einmal, als ich noch ein kleiner Kuddel war und die Welt verhei&#223;ungsvoll und der Himmel blau erschien, da war das ein Spielplatz. Genau richtig f&#252;r alle Kinder,  die von ihren Eltern gegen karzinogene Abgasbestandteile abgeh&#228;rtet werden sollten. Es war kein stark frequentierter Spielplatz, und deshalb ist es vielen wohl kaum aufgefallen, dass da auf einmal ein Zaun drumherum war. Wem es aber auffiel, der ging einmal hin, zu sehen, warum man denn jetzt diesen h&#252;bschen Platz abgesperrt hatte. Und wer Augen hatte, um zu sehen, der sah am Zaun ein Schild. Dieses trug die Aufschrift &#8220;Dieser Spielplatz ist wegen Schadstoffbelastung vor&#252;bergehend gesperrt&#8221; &#8212; in der Tat, diese Sperrung war &#8220;vor&#252;bergehend&#8221;, denn auch die vielen Jahre der Sperrung gingen einmal vorbei. Mancher fragte sich im Vor&#252;bergehen, ob die Schadstoffe auch ja auf den Zaun achten w&#252;rden und nicht etwa auf die Idee kommen, auch ein bisschen in die Umgebung zu diffundieren.</p>
<p>Ja, und irgendwann wurde der Schmuckplatz eben &#8220;saniert&#8221; und umgebaut. Er sieht jetzt so aus wie auf dem Foto und k&#246;nnte ja durchaus ein h&#252;bsches Schmuckst&#252;ck in Linden-Nord sein, wenn er nur h&#252;bsch w&#228;re.</p>
<p>Nee, die einen wollen rein, die andern wollen raus und ich bleib einfach drinnen, bis man mich hier raustr&#228;gt. Und ich freue mich &#252;ber das bunte Treiben derer, die hier unter dem &#252;blichen Lug der lokalen Journaille ihre Gesch&#228;ftchen treiben wollen &#8212; und scheinbar doch nicht zum Zuge kommen. So ein Zeitgenosse, der mich &#252;ber meinen <a href="http://lindenloewe.de/2009/06/04/ich-kotze-in-die-zeitung/" title="Dabei h&#228;tte ich fast in die Zeitung gekotzt!">&#8220;Wohnstandort&#8221; im &#8220;st&#228;dtischen Quartier&#8221; Linden und seinem &#8220;Image&#8221;</a> ausbefragen wollte, ist mir jedenfalls nicht &#252;bern Weg gelaufen. Daf&#252;r habe ich jede Menge heiterer, handgeschriebener und fotokopierter Zettelchen &#252;berall kleben gesehen, die vor diesen neuerlichen Anlauf zum Ausverkauf Lindens gewarnt haben. Die Zettelchen wurden zwar immer wieder abgerissen, sie wurden aber auch immer wieder neu geklebt &#8212; und im Gegensatz zur herrgottsdummen Bullshit-Sprache des offenbar gekauften Artikels im Lindenspiegel, mit der den Menschen in Linden dieser vergiftete Keks schmackhaft gemacht werden sollte, waren diese Zettelchen in einem allgemein verst&#228;ndlichen Deutsch beschriftet. Ob da den Heimatverkaufsgeologen wohl so viel Widerstand entgegen gekommen ist, dass sie sich lieber eine Zeit mit etwas geringerer allgemeiner Aufmerksamkeit aussuchen wollten?</p>
<p>Es dreht sich eben alles im Kreise. Vor allem dort, wo der Schwindel betrieben wird.</p>
<p>Gru&#223; auch an <a href="http://lindenloewe.de/2009/06/04/ich-kotze-in-die-zeitung/#comment-156" title="Vorsicht, Kotzt&#252;te bereit halten...">Nicolas</a>!</p>
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