Die Bar

Wer im kühlen Märzen seine Schritte längs der Limmerstraße schleifen lässt, der kann mancherlei in seine müden Augen saugen. Auf der Mitte des Verlaufes der Straße, gleich gegenüber einer großen Spielhalle, die stets den Eindruck erweckt, dass sie gar nicht geöffnet sei, die aber dennoch immer wieder Menschen durch ihre Tür gehen lässt, befindet sich seit einigen Monaten eine Bar. Das wäre an sich nicht weiter bemerkenswert, wenn diese Bar nicht immer wieder für Momente der Erheiterung sorgen würde.

Es ist ja nicht wirklich warm, so im März.

Aber das scheint manche, die eher eine gewisse Hitze Wärme in ihrem Inneren zu tragen scheinen, nicht davon abzuhalten, das ganz besondere Angebot dieser Bar in Anspruch zu nehmen. Denn vor dieser Bar stehen wenig ergonomisch geformte Bänke, die dazu „einladen“ sollen, draußen Platz zu nehmen, dem munteren Verkehr auf der Limmerstraße und den erfreulich regelmäßigen Bussen und Bahnen zu folgen und sich ganz allgemein auf dieser öffentlichen Bühne zum Affen zu machen zu präsentieren. Das gilt auch im März. Wo es nicht wirklich warm ist. Das wissen natürlich auch die Betreiber der Bar, und deshalb stehen — wohl auf Anraten eines befreundeten Arztes oder Tierwärters — Decken für die sich so präsentierenden Menschen zur Verfügung. Diese Decken können zwar nicht das Peinliche überdecken, aber sie verhindern doch wenigstens die Blasenentzündung.

Und das ist doch toll, oder?