Aktionskunst vor Ort

Knappiknappstein – dat seh ich ein; doch hier schnell noch der Kulturtipp für morgen auf dem Betonplatz neben dem Betonbau; ich freu mich schon auf die Erbsensuppe zum Bier :-)

Presseinformation

Kurz-Kunst kämpft für Ihmezentrum — Künstler setzen sich für Ihmezentrum-„Lindenpark“ ein
Rekordversuch: kürzeste Kunstausstellung der Welt!

06.06.2009, 16.06 – 17.05 Uhr, Hannover, Küchengarten Platz

Auf Initiative des SCHUPPEN 68 findet am 06.06.2009 von 16.06 – 17.05 Uhr auf dem Küchengartenplatz in Hannover die „Kürzeste Kunstausstellung der Welt“ mit verschiedenen Künstlern aus der Region statt. Eine Kunstausstellung, die kürzer als eine Stunde dauert, gab es bisher noch nicht. Der Weltrekordversuch ist beim GUINNESS WORLD RECORDS BUCH in London angemeldet.

Der Initiator der Aktion, Klaus-Dieter Gleitze vom SCHUPPEN 68:  „Wir wollen mit dieser Aktion Zeichen setzen für eine positive Lösung des Ihmezentrum Problems, im Sinne aller Bürger/innen. Künstler mischen sich ein, mit ihren Mitteln. Die Insolvenz und derzeitige Ruinensituation dieses umstrittenen Siebziger-Jahre Baus  gehören zu Hannovers grössten städtebaulichen Problemen der nächsten Jahre.“

Kernstück des Weltrekordversuchs sind Teile der Foto-Ausstellung „Ihmezentrum reanimieren?“, die die Entwicklung des Ihmezentrums dokumentiert und zuletzt u.a. im „Bildungsverein Viktoriastr.“ zu sehen war.

„Kritische ästhetische Auseinandersetzung mit dem Stadtbauphänomen Ihmezentrum war unser Motiv und mit unserer Aktion tragen wir auch ein Stück zur Belebung des umstrittenen Platzes bei“, erläutern die Ausstellungsmacher Michael Doege und Raimond Reiter.

Mit einzelnen Arbeiten dabei sind Karl Heinz Bethmann und Hermann Sievers, bekannt durch zahlreiche Ausstellungen, u.a im Zusammenhang des „Kunstbüro“, sowie Klaus-Dieter Gleitze vom SCHUPPEN 68.

„Das Verhältnis von ‚Kunst und Öffentlichkeit‘ ist ein zentrales Anliegen unserer Arbeit und diese Aktion ist ein idealer Ansatz zur Aufarbeitung dieser Beziehung“, betonen die drei Künstler. Ein weiteres Ziel der Ausstellung ist eine kritische Hinterfragung des Kunstbetriebes.

Programmablauf:

16.06 Uhr — Eröffnung, Vernissage mit Laudatio
16.30 Uhr — Ausstellung mit begleitenden Aktionen
16.50 Uhr — Finissage
17.05 Uhr — Ende der Ausstellung
Freibier und Erbsensuppe, solange der Vorrat reicht.

Begleitende Aktionen u.a.:

  • Für Kinder „Wir kneten uns ein Ihmezentrum“, (für Mütterbetreuung ist gesorgt)
  • „Art Scouts“ begleiten Interessierte durch die Ausstellung
  • eine Performance des SCHUPPEN 68 zum Ihmezentrum, bei der die Meinungen und Wünsche der Anwohner/innen integriert werden

Aus Europawahl-aktuellem Anlass werden die anwesenden Künstler „Wahlprüfsteine“ designen, die die Besucher/innen als Anregung für die morgige Europawahl und im Vorgriff auf die Bundestagswahl mit nach Hause nehmen können. Die jeweiligen Unikate werden handsigniert.

Die gemeinsame Überzeugung aller Beteiligten: „Gerade in der aktuellen Krise ist es mehr denn je notwendig, dass Künstler sich auch politisch beteiligen und einmischen.“

Sponsoren der Veranstaltung sind die Herrenhäuser Brauerei sowie die Fleischerei Gothe, die Gaststätte Lorberg, die Fösse – Apotheke und der Bierverlag Vogelmann.

Oberbürgermeister Weil ist für eine Grußansprache angefragt.

Die Kunstwerke sind käuflich. Der Reinerlös der Ausstellung geht als Spende an den derzeitigen Besitzer des Ihmezentrum, den Finanzinvestor Carlyle.

Die vom GUINNESS WORLD RECORDS BUCH geforderte medizinische Betreuung des Weltrekordversuchs wird durch den „Pflegetreffpunkt Linden“ geleistet.

Mit der Bitte um Berichterstattung, Dank für Ihre Bemühungen und freundlichen Grüssen Klaus-Dieter Gleitze

www.schuppen68.de

Ich kotze in die Zeitung

Die Zeitung von gestern taugt […] im besten Falle noch dafür, als Unterlage in einem Vogelkäfig benutzt zu werden, um den Kot der darin eingesperrten Vöglein vom Kasten fern zu halten. Im Regelfall wird sie allerdings zu genau dem Altpapier, das sie konzeptionell bereits bei ihrer Herstellung war.

Elias Schwerdtfeger

Und stetig herrscht der Kreisverkehr am Deisterplatze, die einen wollen rein und die anderen wollen raus. So geht es rund und rund, bis einem ganz schwindlig von alledem wird. Raus wollen wohl immer noch viele „Bewohner“ der größten Baustelle der Stadt Hannover, auf der inzwischen sogar wieder etwas Bautätigkeit zu bewundern ist. Wohl auch, weil einige Investoren da schon so viel reingebuttert haben und doch noch etwas rauskriegen wollen — zumindest ein bisschen mehr als einen Totalverlust. Und deshalb stecken sie halt noch etwas Geld hinein in das schier unersättliche Millionengrab aus Beton. Dass man die Substanz der Tiefgarage nicht allzu lange dem Risiko eines möglichen Hochwassers aussetzen will, ist der verständliche Teil daran. Vermutlich haben sich nach dem Frühjahr selbst die reinrassigen Geldanbeter aus den glanz- und raubvollen Banktempeln insgeheim beim Herrgott bedankt, dass es kein an der Substanz nagendes, typisches Frühjahrshochwasser gab und dass so die Sprengung der Betonburg noch einmal hinausgezögert werden konnte. Der etwas weniger verständliche Teil ist das werkelnde Gewusel in den Läden der zukünftigen Pleitiers an der Blumenauer Straße. Bei dem vielen Kreisverkehr an einem betonblühenden Park und dem ganzen Schwindel drum herum könnte man den Deisterplatz glatt in die Blumenauer Straße verlegen, ein monströser Turm steht dort ja schon…

Aber das ist es ja gar nicht. Also: Das ist nicht das, was so unerträglich juckt, dass der schattenhafte Beobachter am Deisterplatz so sehr von seinem Juckreiz gequält wird, dass er sich einfach mit ein paar hingekratzten Zeilen Text Erleichterung verschaffen muss. Nein, das heutige Juckpulver ist ein ganz anderes, es fand sich im Lindenspiegel für den Monat Juni 2009, der gerade ganz frisch in die arg- und wehrlosen Briefkästen Lindens gestopft wurde, um den Menschen in Linden den beginnenden Sommer zu vermiesen.

weiter…

Experiment

Nicht, dass das jemand falsch versteht. Bei dem gegenwärtigen und recht dauerhaften Querelen um das Ihmezentrum handelt es sich nicht etwa um Misswirtschaft und Casino-Kapitalismus, sondern schlicht um eine Form der…

Experimentelle Geschichtsforschung

…experimentellen Geschichtsforschung

Gesehen und geknipst im September 2007 im Ihme-Zentrum, eben wiedergefunden und herzlich darüber gelacht…

Die Nerven liegen blank…

Der folgende Ausriss und alle Zitate sind der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 2. April entnommen, der relativ kleine Artikel zum monströs großen, kommunalen Skandal findet sich gut versteckt auf Seite 18.

Die Nerven liegen blank - Stillstand im Ihme-Zentrum - Die Sorge der Anwohner im Ihme-Zentrum wächst. Fünf Wochen nach dem Ausscheiden von US-Investor Carlyle sind die Außenstände auf dem Konto, mit dem die Betriebskosten des Komplexes finanziert werden, weiter gewachsen. Die Summe habe sich inzwischen auf rund 800.000 Euro summiert...

Hier hat sich die hannöversche Milliardärspresse einmal mehr der Aufgabe entledigt, ein bisschen simulierten Journalismus zu betreiben — und die Form, in der sich dieses zu Unrecht in hohem Ansehen stehende Blatt dieser Aufgabe entledigt hat, lässt einen deutlichen Blick auf den Chrakter derer zu, die so etwas schreiben lassen, auf toten Bäumen drucken lassen und veröffentlichen. Immerhin, eines ist daran verhalten zu loben: Im Artikel wird nicht mehr das marketingbesoffene Unwort vom „Lindenpark“ verwendet, wenn die Ruine zwischen der Ihme und der Blumenauer Straße benannt werden soll. Es ist gerade erst eine Handvoll Wochen her, dass die HAZ dieses Wort ohne eine Spur von erkennbarer Kritik in ihre Schlagzeilen gestempelt hat, den fühlenden Lindenern zur Last und einer Horde durchgeknallter Investoren zur Freude.

Aber kommen wir einmal zum Text, den der simulierte Journalismus hier produziert hat:

Die Sorge der Anwohner im Ihme-Zentrum wächst.

Bevor auch nur ein inhaltliches Wort unter der Überschrift steht, erfreut der Artikel mit dem sprachlichen Kunstgriff von den „Anwohnern im Ihme-Zentrum“. Das klingt ja auch gleich ganz anders als „Bewohner des Ihme-Zentrums“, er vermag viel besser die Tatsache zu verbergen, dass zurzeit Menschen in einer Ruine leben, die in äußerst verantwortungslose Art und Weise von einem gescheiterten Versuch der großen Gewinnschöpfung zurückgelassen wurde. Offenbar findet sich da auch kein Bewohner mehr, der sich von irgendwelchen Versprechern und Versprechungen zu dümmlichstem Jubel hinreißen lässt, wie man es noch vor vier Monaten augenreibend in einer als journalistischem Produkt getarnten Reklame lesen konnte.

Nur, damit das so klar wird, wie es klar werden sollte: In dieser Ruine leben Menschen!

Fünf Wochen nach dem Ausscheiden von US-Investor Carlyle dind die Außenstände auf dem Konto, mit dem die Betriebskosten des Komplexes finanziert werden, weiter gewachsen.

Wie erstaunlich, dass es nicht einfach Geld vom Himmel auf ein Konto regnet, nicht? Das tut es doch sonst immer, oder?

Die Summe habe sich inzwischen auf rund 800.000 Euro summiert, sagt Monika Großmann von der Bürgerinititive „Linden Ihme-Zentrum“.

Und so summiert sich die Summe, während das Geschwafel schwafelt und die jornalistische Blindheit blendet. Die nahe liegende Frage, wer für diese Entwicklung verantwortlich ist, vielleicht sogar haftbar zu machen ist, stellt niemand — dabei wäre das angesichts des größten kommunalen Millionenloches einmal so eine richtig gute Frage. Aber für gute Fragen und für die Klärung solch guter Fragen war die HAZ noch nie so recht zuständig.

Sie und die rund 500 anderen Wohnungsbesitzer befürchten, auf den laufenden Kosten für das gesamte Zentrum sitzen zu bleiben, das derzeit unter Zwangsverwaltung steht. „Es gibt kein Signal, wann das Geld überwiesen wird — die Nerven liegen hier langsam blank“, sagt Großmann.

Das Insolvenzverfahren gegen Carlyle ist noch nicht eröffnet worden. Derzeit prüfen die vorläufigen Insolvenzverwalter, ob bei den neun Projektgesellschaften des Ihme-Zentrums genug Vermögen vorhanden ist, um die Gläubiger zu bedienen.

Nun, angesichts der Tatsache, dass der gesamte „Lindenpark“-Versuch auf Pump über die Bühne gehen sollte, scheint das Ergebnis einer solchen Prüfung schon klar zu sein. Aber vielleicht wird das Geld ja bei einer sorgfältigen Zählung vermehrt…

[…] Die laufenden Einnahmen […] sind vor allem Mietzahlungen von Stadt und Stadtwerken von rund 6,2 Millionen Euro pro Jahr.

Die paar laufenden Einnahmen sind vor allem „dummes Geld“, also das Geld anderer Leute, das von Stadt und ehemals städtischen Institutionen ohne eine Spur der Vernunft verschleudert wird. Es steht zu erwarten, dass auch die Fehlbeträge mit derartigem „dummen Geld“ beglichen werden — und die Bürgen Bürger der Stadt sind die Dummen.

Offenbar sei das von Carlyle hinterlassene Firmengeflecht so komplex, dass schnelle Entscheidungen verhindert würden, sagt Großmann.

Alles andere hätte mich auch erstaunt. Warum sollte bei einem derartigen Unterfangen auch mit durchschaubaren Strukturen aufgetreten werden — es ging doch vor allem um das schnelle, heuschreckartige Absahnen und anschließende Verschwinden mit dem Profit. Transparenz ist da nur hinderlich.

Aber es gibt auch eine „gute“ Nachricht, die von der HAZ vermeldet wird:

[…] Zugleich liefen Vorbereitungen, die nach dem Baustopp stillgelegte Tiefgarage wieder zu öffnen. Um diese verkehrssicher zu machen, müssen dem Vernehmen nach etwa 250.000 Euro investiert werden.

Zwar ist das Menschenschließfach aus den Siebziger Jahren nur noch eine unbewohnbare Ruine, aber Autos soll man schon bald wieder abstellen können. Das ist doch toll! Da muss doch gleich noch ein bisschen Geld reingebuttert werden! Ist ja auch nur so eine Viertelmillion Euro! Am besten geschieht dies in der gewohnten Planlosigkeit, und am besten werden genau jene Unternehmen mit dem Aufmöbeln der Ruinen-Garage beauftragt, die in den vergangenen anderthalb Jahren schon „Erfahrung“ mit der Geldverbrennung im Ihme-Zentrum gesammelt haben.

Wisst ihr eigentlich, wie man den architektonischen Stil des Ihme-Zentrums nennt? Obwohl einem beim Anblick dieser körperverletzenden Scheußlichkeit der Hals so anschwillt, dass die Worte nicht mehr kommen wollen, ist den Architekturhistorikern ein Wort für diesen vom rohen Beton und den sichtbaren Strukturen der Holzverschalungen geprägten Stil eingefallen. Sie sprechen vom „Brutalismus“ — und in der Tat, das ist ein trefflich Wort! Jedes Mal, wenn man dieses Mahnmal sieht oder darüber liest, ist es wie ein Schlag in die Fresse.

Vielleicht sollte sich einfach eine Bürgerinitiative gründen, die veranlasst, diesen Zeugen der wichtigen europäischen Stilepoche des Brutalismus unter Denkmalschutz zu stellen, damit er mit öffentlichen Mitteln in den „Auslieferungszustand“ zurück versetzt werden kann. Das wäre zwar scheußlich, aber bei weitem nicht so übel wie der jetzige Zustand. Dass „Denkmäler“ keineswegs schön sein müssen, belegt die zwar außerhalb Lindens, doch in Blicknähe stehende BBS 4, die ebenfalls unter Denkmalschutz steht.

Der Turmbau zu Linden

Am Deisterplatz ist Kreisverkehr, die einen Straßen führen in die Ferne, die anderen nach Linden. Die einen wollen rein, die anderen wollen raus, und für Kurt, der bei scheußlichem Regenwetter neben dem ollen Turm steht, dreht sich doch alles immer nur im Kreise.

Rein wollte zum Beispiel die Carlyle-Group, rein in das Ihmezentrum. Die Pläne tönten groß, man dachte fast an den biblischen Turmbau zu Babel. Wohlan! Lasst uns ein Einkaufszentrum bauen, dessen Kosten bis an den Himmel reichen! Und so strichen sie das Geld anderer Leute ein, türmten Schulden auf und ließen allerlei Arbeiter im Beton sägen, bohren und hämmern, um das triste Grau der Siebziger Jahre in die triste Glas- und Stahl-Ästhetik der Nuller Jahre umzumodeln, auf das die Menschen ihr immer weniger vorhandenes Geld in Lach- und Fachmärkten ausgeben. Doch der Herr der Finanzen schaute von der fernen Berliner Landesbank aus auf dieses umtriebige Treiben und stellte fest, dass es doch bessere Anwendungen für Geld als die gute, alte Verbrennung gibt; und so brach das windige Kartenhäuschen aus Bullshit und fortgeschrittener Volksverblödung einfach in sich zusammen. Der Bauherr ist offenbar gar nicht erst am Säckel krank geworden, sondern war es schon von Anfang an. Die Sprache ist seit diesen Ereignissen ein wenig verwirrt, und an Stelle einer Kommunikation schieben sich Carlyle und Berliner Landesbank gegenseitig den Schwarzen Peter zu — den Rest erledigt der Insolvenzverwalter. Aus dem grauen Turm wurde, nachdem er mehr als ein Jahr lang die größte Baustelle der Stadt war, die größte Ruine der Stadt, und die Verantwortlichen sind längst getürmt. Ob wohl nun noch jemand etwas mit der Ruine anfangen will? Also: Jemand anders als der Schuppen 68? So groß vor Kurzem noch die Pläne tönten, so mickrig das jetzige Gehabe.

Es dreht sich halt alles im Kreise am Deisterplatze, die einen wollen rein und die anderen wollen raus. Die Sprache ist verwirrt, die hannöversche Presse schweigt gar völlig zu diesem kommunalpolitischen Großzirkus, und die Zeche zahlen wohl die Bürgen der Stadt. Ach nee, das heißt ja „Bürger“.

Raus möchte jetzt wohl am liebsten so mancher Bewohner des Ihmezentrums. Wer will schon gern in einer Ruine leben? Manchmal kann sich erworbenes Wohneigentum in ein rechtes Wahneigentum verwandeln, und aus dem Traum von der eigenen Wohnung wird der Albtraum eines Klotzes, den man am Bein hängen hat und dem man beim täglichen Zerfall der Substanz und beim Wertverlust zuschauen kann. Egal, was die Werber schwülstig schwätzen, aus einem Menschenschließfach aus Beton wird eben doch kein Park.

Wer hat eigentlich ernsthaft geglaubt, dass ein 08/15-Einkaufszentrum am Rande der Stadt Hannover genügend Strahlkraft entfalten könnte, um massenhaft Kaufvieh anzulocken? Es handelt sich ja nicht um die Innenstadt mit der damit verbundenen Laufkundschaft und einer eigenen Attraktivität. Die Lindener haben jedenfalls bessere, gemütlichere und schönere Orte zur Auswahl, wenn sie sich die paar Güter des täglichen Bedarfes kaufen wollen — und deshalb ist seit den Siebziger Jahren die Geschichte des Ihmezentrums eine Geschichte der Pleiten. Hol es doch der Gerichtsvollzieher! *kuckuck!*

Es geht eben immer im Kreis, und manchmal kann einem schon ganz schwindlig werden — bei so viel Schwindel. Während sich an der ollen Hanomag ein Arbeiterdenkmal auf einen überdimensionierten Hammer stützt, bleibt die unerledigte Arbeit in der Ruine weiterhin liegen. Weiß der Pleitegeier, was daraus noch werden soll. Unvergessen bleibt uns allen, wie der warme Fiebertraum der Modernität aus den Siebziger Jahren drei Jahrzehnte später aussah — das liefert gleich einen Eindruck davon, wie die heutigen Beglückungsideen der Architekten in einer gar nicht so fernen Zukunft wirken könnten:

Vor etwa 30 Jahren war der Gebäudekomplex ein Symbol der Stadtmoderne und wurde folglich auch als Motiv für Ansichtskarten verwendet

Gute Nacht!

Linden-Park-Blume

Linden-Park-Blume

blühende Landschaften – ein Traum aus Stahl und Beton

Ihmezentrum-Zirkus

Ihmezentrum - Circus

Gesehen, genickt, geknipst in unser aller Betonburg Ihmezentrum (von wegen „Linden-Park“)…  ;-)