Kann man sich gar nicht ausdenken

Sponsor für das Projekt Ihme Gallery ist der Insolvenzverwalter des Ihmezentrums

Sponsor für das Projekt „Ihme Gallery“ (besonders lobende Erwähnung des Freundeskreises Sprachpansch für die Kombination des deutschen Namens eines Fließgewässers mit dem unnötigen englischen Wort für einen Ort der Zurschaustellung von Bildern) ist also der Insolvenzverwalter des Ihmezentrums…

Quelle des Screenshots: Hannover Liebe (mit Deppen Leer Zeichen, sehr zur Heiterkeit des Freundeskreises Sprachpansch), ein Projekt der Landeshauptstadt Hannover.

Eröffnung im Herbst 2008

Linden-Park Eröffnung im Herbst 2008 100 Geschäfte auf 35.000 m²

Erinnert ihr euch noch? Profeten, Werber und Verschwender öffentlicher Gelder fragt man am besten nach dem Ablauf der vorhergesagten Datumsangaben nach ihren tollen Verheißungen…

Denkmal? Mahnmal?

Ihmezentrum

Was für eine wunderbare Metapher der nachindustriellen, vom Finanzcasinogehabe geprägten Zeit doch diese alte Tafel ist — wenn man sie im Zusammenhang mit der jetzigen, von Carlyle zurückgelassenen Ruine des Ihmezentrums sieht.

Hängt sie höher!

Und immer noch geht am Deisterplatz alles im Kreise, die einen wollen rein und die andern wollen raus.

Rein will zum Beispiel die SPD. Nein, nicht nach Linden, da hat die Buhlmann ja schon längst ihr Büro, sondern — viel schlimmer — in den Bundestag. Und weil gerade so schön Wahlkampf ist, wo die antretenden Parteien mal wieder so richtig schön den Stimmviechern zeigen müssen, dass sie politische Kommunikation für eine Einbahnstraße halten, hängen natürlich überall Wahlplakate in Linden aus. Vor allem von der SPD und von der Linkspartei, aber auch über die MLPD ist mein Auge gestolpert. Man scheint in den Parteien zu glauben, dass die Parteien wegen der Plakate gewählt würden…

Ich würde ja gern etwas Inhaltliches zu den SPD-Plakaten sagen, aber dafür müssten sie so etwas wie Inhalte haben. Wenn dieses Testbild der SPD, dieser charismatische Buchhaltertyp Steinmeier, unter einem Foto von ihm in seinem intensiv grauen Sacko irgendwas mit „Anpacken“ drucken lässt, wirkt das nicht nach Inhalt, noch weniger glaubwürdig, sondern es wirkt nur nach einem schlechtem Witz.

Der wird übrigens auch nicht lustiger davon, dass er im Abstand von zwei Laternenpfählen wiederholt wird.

Aber etwas anderes ist lustig an diesen Plakaten.

Ist es euch auch aufgefallen, wenn ihr die Limmerstraße lang gegangen seid? Die Plakate dieser Partei, die alles Soziale und Demokratische so weggelassen hat, dass eben nur noch die Partei übrig geblieben ist, die hängen in diesem Sommer hoch, dass man nicht mehr rankommt. Ich glaube, das ist ein Symbol für „Bürgernähe“.

Früher hingen jedenfalls nur die Plakate der NPD so hoch… :mrgreen:

Nee, heute will ich mal raus hier. Wenn sich nur nicht immer alles im Kreise drehen würde…

Experiment

Nicht, dass das jemand falsch versteht. Bei dem gegenwärtigen und recht dauerhaften Querelen um das Ihmezentrum handelt es sich nicht etwa um Misswirtschaft und Casino-Kapitalismus, sondern schlicht um eine Form der…

Experimentelle Geschichtsforschung

…experimentellen Geschichtsforschung

Gesehen und geknipst im September 2007 im Ihme-Zentrum, eben wiedergefunden und herzlich darüber gelacht…

Sinnlose Ampel

Eine erkennbar vollkommen sinnlose Ampel

Diese Fußgängerampel an der Fössestraße ist ein guter Kandidat für die sinnloseste automatische Verkehrsregelung der Welt. In mechanischem Takt fordert sie Fußgänger und Radfahrer mit rotem Lichte dazu auf, auf das grüne Licht zu warten — nur, damit die Autos aus einer nahezu immer abgeschlossenen Ausfahrt eines nichtöffentlichen Parkplatzes herausfahren können. Manchmal, wenn ich diesen sicherlich nicht billigen Dummfug sehe, frage ich mich ja, ob es sich um ein Werk der in Hannover so beliebten Straßenkunst handelt. Denn zur Unterscheidung eines solchen Kunstwerkes von herumliegenden Schrottteilen gibt es eine einfache Faustregel: „Es ist nicht nützlich. Es ist nicht schön. Ich verstehe es nicht. Es muss sich um Kunst handeln.“  ;-)

Aber vermutlich handelt es sich schlicht um eine dieser Realsatiren, die immer wieder einmal dort entstehen, wo Mitarbeiter einer Verwaltung fern jeglicher Realität vor einem Stapel Akten sitzen und ihre Entscheidungen treffen.

Was die Stunde schlägt

Wer eine Uhr trägt, weiß ja immer, wie spät es ist. Und wer zwei Uhren trägt, ist sich über diese Kleinigkeit niemals so ganz sicher.

Eine komplett sinnlose Werbeuhr

Seit vielen Jahren bietet diese Uhr an der Straßenbahnhaltestelle Küchengarten in roter und brüllorangefarbener Schrift eine weiß gebliebene Werbefläche zur Miete an. Und seit vielen Jahren will offenbar niemand diese recht attraktiv gelegene Werbefläche haben — wenn man vielleicht einmal von wild darangeklebten Plakaten absieht. Was Wunder: Die Uhr zeigt auf jedem ihrer Zifferblätter eine andere Zeit an, und die richtige Uhrzeit ist noch einmal etwas ganz anders. Wie freilich jemand auf die seltsam anmutende Idee kommen kann, dass eine Uhr, deren eigentliche Funktion erkennbar nicht gegeben ist, als funktionierende Werbefläche vermarktbar sein könnte, das bleibt allerdings ein wenig rätselhaft.