Film/Diskussion zur Stadtteilentwicklung

Am Freitag, dem 24. Juni 2011 um 21.00 Uhr lädt die Limmer98-Gruppe auf dem Schmuckplatz (Linden-Nord) zu einer kostenlosen Filmvorführung mit anschließender Diskussion zum Thema Stadtteilentwicklung. Der folgende Text ist der Ankündigung der Gruppe entnommen:

Die Besetzung der Limmerstraße 98 am 2. Juni war nicht von langer Dauer. Sie wurde nach vier Tagen von der Polizei durch Zwang aufgelöst. AnwohnerInnen solidarisierten sich mit dem Anliegen, das Haus als selbstverwalteten Raum zu nutzen. Das komplexe Thema der Gentrifizierung fand eine breitere Öffentlichkeit und wurde gemeinsam am Beispiel Linden-Nord diskutiert.

Der Film „Empire St. Pauli — von Perlenketten und Platzverweisen“ ist ein Dokumentarfilm über die Umstrukturierung des wohl berühmtesten, aber auch einst ärmsten Stadtteils Hamburgs, der jetzt mit Eigentumswohnungen und exklusiver Gastronomie wirbt.

Eine Ausstellung informiert über Gentrifizierungprozesse in der Nordstadt. Der Film soll als Aufhänger dienen, um anschließend in gemütlicher Runde bei Bier oder Brause über die Umwandlung von Stadtteilen wie Linden oder der Nordstadt in den Austausch zu kommen. Welche Folgen haben die Stadtteilveränderungen für die dort lebenden Menschen?

Das klingt durchaus interessant und ist es — meiner Meinung nach — wert, daran teilzunehmen. Eventuelle weitere Informationen gibt es im Blog der Limmer98-Gruppe.

limmer98 – copy&paste

  

frei-räume   twitter:

  • Heute, Donnerstag, 09.06, ab 16Uhr, Am Küchengartenplatz. Straßenfest
  • mit Transpi-malen , Umsonstladen, Skateboardaktion für Kinder, Infotisch,. 7 hours ago
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    • „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ – Martin Buber, Werke I. Schriften zur Philosophie, S. 85 u. „Das Dialogische Prinzip. Ich und Du“,
    • „Interkulturelle Begegnungen gleichen zwischenmenschlichen: Die Konzentration auf Entsprechungen läßt mich immer und überall in den Spiegel blicken. Erst das Gewahrwerden, was andere und mich unterscheidet, führt als Erkenntnisgewinn über meinen Status quo hinaus und stellte das, was ich mir bin, in Frage.“ – Volker Zotz, In dieser Formulierung auf S. 23 von „Geschichte der buddhistischen Philosophie.“  

    limmer98

     

    Das Haus in der Limmerstraße 98 ist  besetzt. TRotz dessen: Erhalt und Umnutzung statt Abriss!

    Kleines Straßenfest am Donnerstag (09.06)

      

      Demo L98 bleibt

    Heute Plenum!

    Freiraum Demo am kommenden Samstag (11.06) um 15 Uhr Küchengartenplatz

     

    Aktuell

    • Samstag, 11.06, 15Uhr – Demo gg. AbrissL98+ für ein selbstverwaltetes Zentrum in Linden!! Am Küchengartenplatz!! Kommt zahlreich, laut und kreativ!! 6 hours ago
    • Heute, Donnerstag, 09.06, 16Uhr, Am Küchengartenplatz. Straßenfest mit Transpi-malen, Umsonstladen, Skateboardaktion für Kinder, Infotisch,. 6 hours ago

    *Gentrifizierungsprozess – was iss´n das?!

    Sehn-sucht

    …nach Soziokultur!?  Demonstration!  Heute!  Um 16.ooUhr!  Limmerstrasse98!

    Pressemitteilung der Besetzer_innen vom 5. Juni, 2.00 Uhr

     

    Heute am 5. Juni um 16.00 Uhr, findet eine Demonstration statt. Treffpunkt Limmerstraße 98! 

    Noch ein paar Klänge gefällig? Wie könnten sie wohl lauten?

    Methode-n

    Flugblatt Limmerstrasse98

    Flugblatt Limmerstrasse98

    Um sich zur allgemeinen, aktuellen Lage und darüberhinaus  zu informieren und/oder um sich in irgendeiner Form einzubringen (Futtermittelspende, Ideen, Gedankenaustausch u.a.) schaue Mensch am Besten vor Ort vorbei  oder eben vorab  auf der dafür eingerichteten Seite: InfoBlogL98

    Kann man sich gar nicht ausdenken

    Sponsor für das Projekt Ihme Gallery ist der Insolvenzverwalter des Ihmezentrums

    Sponsor für das Projekt „Ihme Gallery“ (besonders lobende Erwähnung des Freundeskreises Sprachpansch für die Kombination des deutschen Namens eines Fließgewässers mit dem unnötigen englischen Wort für einen Ort der Zurschaustellung von Bildern) ist also der Insolvenzverwalter des Ihmezentrums…

    Quelle des Screenshots: Hannover Liebe (mit Deppen Leer Zeichen, sehr zur Heiterkeit des Freundeskreises Sprachpansch), ein Projekt der Landeshauptstadt Hannover.

    Solidarische Ökonomie – eine Alternative für alle?

    Der Tagestipp für eine Informations- und mögliche Diskussionsveranstaltung der außerparlamentarischen Gruppe Attac über zukünftige Möglichkeiten miteinander zu leben.

    Wo: Café Siesta (rechts am Vordereingang zum Faustgelände in Linden)

    Wann: 19:30 Uhr

    Eintritt: frei und kostenlos  (jedoch nicht umsonst;-))

    Der Vortrag soll Interessierten einen kurzen Einblick in das Thema “Solidarische Ökonomie” geben. Es werden Praxisbeispiele aufgezeigt und Zukunftsperspektiven vermittelt. Außerdem wird auf die Arbeit der Attac Bundes – AG “Solidarische Ökonomie” eingegangen. Im Anschluss daran erfolgt eine Diskussion.

    Solidarische Ökonomie ist eine alternative Form des Wirtschaftens. Sie orientiert sich an bedürfnisorientierten, sozialen, demokratischen und ökologischen Ansätzen. Solidarökonomische Projekte sollen grundsätzlich im Dienste des Menschen stehen.(…)

    Attac-Arbeitsgruppe Solidarische Ökonomie:

    „Eine andere Welt ist möglich“ ist eine klare Positionierung von Attac als Teil der weltweiten globalisierungskritischen Bewegung. Wir wenden uns gegen die angebliche Alternativlosigkeit von Privatisierung, neoliberaler Profi tmaximierung und der Zentralisierung von Privateigentum an Produktionsmitteln bei einigen Wenigen. Wie könnte diese andere Welt aussehen? Mit dieser Frage beschäftigte sich auch der von Attac mit veranstaltete Kongress „Wie wollen wir wirtschaften? Solidarische Ökonomie im globalisierten Kapitalismus“ im November 2006 in Berlin. Während der Attac-Sommerakademie 2007 in Fulda gründete sich die bundesweite AG Solidarische Ökonomie.

    Weil du so nett grüßt, Stephan

    Mit überschwänglicher, niemals wieder erlöschender Freude habe ich das Grußwort neben dem Portrait unseres hannöverschen Oberbürgermeisters Stephan Weil im offiziellen Programmheft des Fährmannsfestes 2009 gelesen.

    Diese großen Worte, der optimistische Blick in das kommende Ereignis, die unverhohlene Begrüßung des gewaltig gewordenen „Woodstock an der Ihme“ erhebt mein Herz in heiterste Höhen. Allerdings drängt mich ein schelmig Juckreiz, den Worten mit Anmerkungen die fehlende Würze zu geben, um sie von ihrer Fadheit zu befreien… ;-)

    Mitten im Herzen Hannover-Lindens, […]

    Ich vermute, der Autor dieser Ortbeschreibung trägt sein Herz außerhalb des Körpers. Bleibt nur zu hoffen, dass er im Körper nicht eine Addiermaschine an Stelle eines Herzens trägt.

    […] genau dort, wo sich Ihme und Leine küssen, […]

    Auch scheinen die sexuellen Phantasien ein wenig ungezügelt sogar auf die Geografie überzugreifen.

    […] auf den Wiesen und Auen […]

    …ganz nahe beim Nationalpark innerstädtische Leineaue…

    […] an der Justus-Garten-Brücke, […]

    …die nach einer nicht mehr existierenden Gastwirtschaft benannt ist und damit trefflich zum verdunsteten Geist der alten Fährmannsfeste passt.

    […] wo früher ein Fährmann zwischen Hannover und Linden übersetzte, […]

    …und zusah, dass er schnell nach Linden zurückkommt.

    […] treffen wir […]

    Ihr vielleicht.

    […] uns am ersten August-Wochenende […]

    …leider nicht zum Abriss Hannovers bei den „Chaostagen“, sondern…

    […] beim Fährmannsfest.

    Immerhin, dort gibt es auch etwas auf die Ohren, selbst für jene, die nichts zwischen den Ohren haben.

    Vom Ska-Punk bis zum Metal, […]

    Von einer Spielart des bastardisierten, vergnüglich konsumierbar gemachten Punks zu nachgemachtem Metal kann der erfahrene Besucher des teuren Bierbecher-Guantanamo bemerken, dass sich der alte Geist völlig verflüchtigt hat.

    […] vom Singer / Songwriter […]

    …den man deutsch übrigens „Liedermacher“ nennt…

    bis zum Rockabilly, vom Folk-Rock bis zur Klassik […]

    …gibt es langatmige Aufzählungen, die eine nicht vorhandene Vielfalt in dieser Einfalt vortäuschen sollen.

    […] — das „kleine Woodstock an der Leine“ […]

    …heißt immer noch Hannover.

    […] bietet auch in diesem Sommer […]

    …der wie üblich auch im August stattfindet.

    […] wieder ein breites Spektrum […]

    …wieder ein Spektrum, das viele Menschen in Linden nur genießen können, wenn sie ziemlich breit sind.

    […] musikalischen Hörgenusses.

    Immerhin, man muss die Musik nicht riechen. Vieles erinnerte vielleicht auch überdeutlich an den jedem Menschen allzu vertrauten Duft frisch abgeseilter Fäzen.

    Besonders freuen wir […]

    also: ihr.

    […] uns auf die Blues-Rock-Legende TEN YEARS AFTER, […]

    euch auf eine derart legendäre Band, dass ihr Ruf von vielen kaum vernommen wurde. Aber immerhin wird es ein bisschen sehr altmodische Musik geben, die sich gut in den Geist der Siebziger Jahre fügt, der sich in Gestalt des Ihmezentrums in Sichtnähe materialisiert hat.

    […] weil im August 2009 das original Woodstock-Festival 40 Jahre zurückliegt […]

    …und es nächstes Jahr gar schon 41 Jahre zurückgelegen haben wird.

    […] und eben Ten Years After dort dabei waren.

    Übrigens: Joe Cocker, Santana, Grateful Dead und The Who waren unter anderem auch da. Janis Joplin und Jimi Hendrix müssen also nicht extra zum Leben erweckt werden — was mangels Jesusfähigkeiten nicht einmal Stephan Weil möglich ist — um Hannover musikalisch so richtig „vorwärts nach weit“ (Kurt Schwitters) streben zu lassen.

    Aber damit nicht genug: […]

    Als wenn man nicht schon genug hätte…

    […] Vom Kinderschminken bis zur Kletterwand, vom Glücksrad bis zum Infostand, ob ihr einfach nur auf der Wiese liegen mögt oder zum Beispiel auf der Kulturbühne den zweiten Poetry Slam verfolgt […]

    …oder gern eine weitere, ermüdende Aufzählung wie diese lest.

    […] — beim Fährmannsfest gibt es jede Menge Anregungen und Unterhaltung für Groß und Klein.

    Und für das große und kleine Geschäft.

    Für unser Team, welches für das Fest und auf dem Fest arbeitet, […]

    […] und natürlich auch manches für Geld, denn das ist das Fest für sich und an sich.

    ist das Fährmannsfest immer ein Happening.

    Stimmt. Es ist ein — Achtung, Deutsch! — Ereignis.

    Mehr als 300 Personen helfen beim Auf- und Abbau, an den Toren und auf den Bühnen, beim Zapfen und an den Essens-Ständen, beim Schminken und im Zirkus, an der Kasse und am Kaffeestand.

    Und freuen sich über diese Erwähnung als Pünktchen in einer weiteren, langatmigen Aufzählung.

    Viele kennen sich seit Jahren, […]

    …und einige sind inzwischen sogar schon wieder geschieden.

    […] für manche ist es ein einmaliges Ereignis im Jahr, […]

    …weil auch sie den gregorianischen Kalender verwenden.

    […] für andere ist das, was sie zum Fest beitragen, Beruf oder Hobby.

    Wobei „Hobbyisten“ die billigeren sind.

    Happening kommt von happy […]

    Falsch, es kommt vom Verb „to happen„. Wenn ihr schon kein Deutsch mehr sprechen wollt, denn sprecht doch bitte kein BSE. („bad simple english“)

    […] und die Freude und das Sichfreuen auf das Fest […]

    …oder auf das Happening oder auf das Happyning oder auf die gesalzenen fünf Euro für den Eintritt in einen abgesperrten öffentlichen Weg und Bereich, der mich ein Wochenende lang zu Umwegen zwingen wird, weil ich mich nicht kostenpflichtig von kurzhaarigen Schlägertypen befummeln lassen will.

    machen den spirituellen Grundton aus, […]

    …der seine Unterstützung darin findet, dass man auch am extra verkaufsoffen gemachten Sonntag Tinnef kaufen kann. Und die unterbezahlten Elendsangestellten in den Läden können sich so etwas wie Spiritualität eh nicht leisten.

    […] der dem Fest seine besondere Atmosphäre verleiht.

    Schön zu wissen, dass die Atmosphäre der alten Fährmannsfeste derart vergiftet zum Himmel stinkt, dass ich meinen Arsch bestimmt nicht in Sperrzone zwischen Hannover und Linden bewegen werde.

    Wir sehen uns!
    Euer Fährmannsfest-Team

    Ihr seht euch vielleicht, mich nicht.

    Die kürzeste Kunstausstellung der Welt

    Geschafft! Die Künstervereinigung Schuppen 68 hat am vergangenen Samstag, den 6. Juni 2009 auf dem frisch asphaltierten und wenig einladend gestalteten Küchengartenplatz vor dem Ihmezentrum einen Rekordversuch unternommen (der Lindener Löwe berichtete). Ob dieser Versuch wirklich Eingang in die nächste Ausgabe des Guiness Book of Records findet, wissen wir noch nicht. Aber wir wissen natürlich, dass der Rekordversuch stattgefunden hat, denn wir waren dabei. Für jene, die es nicht geschafft haben, ihren Regenschirm zu finden, hier ein paar Fotos, die leider nur einen sehr unvollkommen Eindruck des Geschehen vermitteln können.

    Sauwetter!

    Trotz des wenig auf die Straße treibenden Wetters stieß der Rekordversuch „Kürzeste Kunstausstellung der Welt“ auf ein beachtliches Interesse bei den Lindenern und bei Passanten, die sich über das seltsame Treiben verwunderten — jedenfalls wurden die Exponate interessierter betrachtet als die Wahlplakate.

    Sponsoren

    Ganz wichtig: Die Sponsoren der kürzesten Kunstausstellung der Welt an der langanhaltendsten architektonischen Katastrophe in Linden; gedankt sei ihnen ihre Unterstützung! Die Veranstalter wurden auch nicht müde, die Wichtigkeit der Sponsoren zu betonen. Deshalb ist dies auch mein größtes Bild hier. ;-)

    Bier und Fotos

    Zu den ausgestellten Fotos gehört ein ordentlicher Schluck aus der Pulle. Was auf unserem Bild nicht gut lesbar ist: Über dem Laden in der Mitte oben steht die einladende Firmierung „Robuste Wirklichkeiten“ — da nimmt man, wenn man unsere Betonburg vor Augen hat, doch gleich noch einen Schluck. Eigentlich möchte man lieber etwas viel „robusteres“ trinken. Die Erbensuppe sorgte auch für eine gute Grundlage, fände sich nur jemand, der sie kochte.

    Ein Dank an den Schuppen 68 und sein unentwegtes Bemühen, angesichts des zerfallenden Baues und des realsatirischen Polittheaters um einen Lindenpark, der weder Linden noch ein Park ist, etwas kulturelle Sonne in das Grau zu tragen.

    Alle Fotos sind von Dia