limmer98 – copy&paste

  

frei-räume   twitter:

  • Heute, Donnerstag, 09.06, ab 16Uhr, Am Küchengartenplatz. Straßenfest
  • mit Transpi-malen , Umsonstladen, Skateboardaktion für Kinder, Infotisch,. 7 hours ago
  •    

    • „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ – Martin Buber, Werke I. Schriften zur Philosophie, S. 85 u. „Das Dialogische Prinzip. Ich und Du“,
    • „Interkulturelle Begegnungen gleichen zwischenmenschlichen: Die Konzentration auf Entsprechungen läßt mich immer und überall in den Spiegel blicken. Erst das Gewahrwerden, was andere und mich unterscheidet, führt als Erkenntnisgewinn über meinen Status quo hinaus und stellte das, was ich mir bin, in Frage.“ – Volker Zotz, In dieser Formulierung auf S. 23 von „Geschichte der buddhistischen Philosophie.“  

    limmer98

     

    Das Haus in der Limmerstraße 98 ist  besetzt. TRotz dessen: Erhalt und Umnutzung statt Abriss!

    Kleines Straßenfest am Donnerstag (09.06)

      

      Demo L98 bleibt

    Heute Plenum!

    Freiraum Demo am kommenden Samstag (11.06) um 15 Uhr Küchengartenplatz

     

    Aktuell

    • Samstag, 11.06, 15Uhr – Demo gg. AbrissL98+ für ein selbstverwaltetes Zentrum in Linden!! Am Küchengartenplatz!! Kommt zahlreich, laut und kreativ!! 6 hours ago
    • Heute, Donnerstag, 09.06, 16Uhr, Am Küchengartenplatz. Straßenfest mit Transpi-malen, Umsonstladen, Skateboardaktion für Kinder, Infotisch,. 6 hours ago

    *Gentrifizierungsprozess – was iss´n das?!

    Sehn-sucht

    …nach Soziokultur!?  Demonstration!  Heute!  Um 16.ooUhr!  Limmerstrasse98!

    Pressemitteilung der Besetzer_innen vom 5. Juni, 2.00 Uhr

     

    Heute am 5. Juni um 16.00 Uhr, findet eine Demonstration statt. Treffpunkt Limmerstraße 98! 

    Noch ein paar Klänge gefällig? Wie könnten sie wohl lauten?

    Methode-n

    Flugblatt Limmerstrasse98

    Flugblatt Limmerstrasse98

    Um sich zur allgemeinen, aktuellen Lage und darüberhinaus  zu informieren und/oder um sich in irgendeiner Form einzubringen (Futtermittelspende, Ideen, Gedankenaustausch u.a.) schaue Mensch am Besten vor Ort vorbei  oder eben vorab  auf der dafür eingerichteten Seite: InfoBlogL98

    Solidarisches Geschwätz

    Die Ankündungung des Vortrages und der Diskussion „Solidarische Ökonomie“ von attac Hannover klang ja interessant. Da musste man doch einfach mal hin, so als Betroffner der Abzock-Ökonomie, die jetzt läuft. Klang ja fast, als wenn es mich beteffen würde.

    Klang aber nur so.

    Eine „hübsche“ kleine Runde war es in der Warenannahme. Etwa fünfzehn Angehörige der sichtbar etwas gehobenen und besser verdienenden Schicht saßen dort, um den tollen Worten zu lauschen. Der Typ an der Bütt (René Rehwagen) sprach leise und ohne Mikrofon, manchmal kaum verständlich, während er geübt seine Powerpoint-Blätter an die Wand klatschen ließ, damit man auch gleich sieht, dass er nix zu sagen hat. Dieses hochlächerliche Bühnenbild wurde ergänzt durch einen durchgestylten Schicki-Micki-Punk aus den geilen Träumen der Sozialpädagogik. (Hey komm, sorry Alter, aber annem richtigen Punk kann sich jeder räudige Köter schrubben.)

    Ich kämpfte gegen meinen Brechreiz und setzte mich einfach dazu, um zu hören, was die mir sagen wollten. Kann ja sein, dass die es nicht mehr besser können.

    Aber die hatten mir nix zu sagen. Die labertern einen Scheiß in den Raum, den ich aus Glotze und aus der Dreckspresse zu gut kenne. Diese ganze menschenverachtende, pseudogebildete, hochtrabende, nicht fühlbare, mit unnützen Blah- und Fremdwörtern widerlich gemachte Sprache. Für wen sprechen die eigentlich? Für Zuhörer jedenfalls nicht, außer vielleicht für grüne Lehrer, lifestylegeile Sozialpädagogen, säuselnde Esolinke und andere Sektierer. Die sagen nur sich selbst was. Und dann wundern sie sich, dass so wenig Leute da sind. Ich kanns verstehn, ich war da. Und wenn ich Bullshit hören will, kann ich auch die Glotze anmachen.

    Aba wat rech ik mich auf, ey?! Ich beschreibs mal n bisschen.

    Ich kann ja verstehen, dass ihnen kein besseres Wort als „Solidarische Ökonomie“ eingefallen ist. So ein Thema muss ja kurz und griffig klingen, und doch einen Eindruck geben. Ich hab hinterher n paar Stunden mit meinem Herzchen drüber nachgedacht, wie man das besser hätte nennen können, und uns ist auch nix eingefallen. Aber dass wir schon vom Wort „Ökonomie“ einen Kackreiz kriegen, das ist dem täglichen Gelaber aus den Medien gedankt. Es ist der Begriff der Herrschenden und Ausbeuter. Die reden nicht vom „Wirtschaften“, weil das konkret ist und sofort verstanden wird, von jeder Hartz-IV-Hausfrau, die sich durch ihr stinkendes Scheißleben quält, verstanden wird. Sind halt „begrenzte Ressourcen“, die paarhundert Euronen, für die man den Bückling beim Elendsamt machen muss, und die muss man sich einteilen. Und wenn die Katze mal zum Tierarzt muss oder man Pillen für seinen schmerzjauchigen Rücken braucht am Zwanzigsten, denn ist eben nicht, wenn man nicht gut gewirtschaftet hat. Das versteht jeder — bis auf ein paar Fäkalmaden. Wenn ihr für mich sprechen wollt, denn labert gefälligst nicht wie die, die mir jeden Tag in die Fresse schlagen. Nee, um Wirtschaften gehts nicht, wenn einer von „Ökonomie“ quasselt, da gehts um Abzocken, Ausbeuten, und sich die Taschen mit Zaster vollstopfen, während die Menschen in der Scheiße hängen.

    Oh, jetzt reg ich mich ja schon wieder auf. Aber es ist auch zum Aufregen, wenn andere für mich denken wolln und dabei genau so labern wie die anderen Anderen, die für mich denken wolln. Der Titel ist da nur ein Beispiel, der ganze Vortrag triefte von dieser Sprache. Mal n paar Beispiele gefälligst? Gern doch. Weißste, Arbeit haben die genauso als Zentrum des Lebens verstanden wie die Nazisäule am Maschsee. Die mit „Wille zum Aufbau gab werkfrohen Händen den Segen der Arbeit“. Ja, das hier. Ist ja eingentlich ne tolle Zeit, in der wir leben. Endlich haben wir Maschinen, die für uns arbeiten, und immer mehr. Die Arbeit geht aus, Halleluja! Das ist die so genannte „Krise“, aber das hat da keiner gesehen. Und wer im Kampf um sein Scheißüberleben keine Maloche mehr findet, weil niemand mehr sein Wuppen bezahlen will, der ist am Arsch. Diese Denke, dass Arbeit was tolles ist, kann eigentlich nur einer haben, der niemals diese Scheiße gefressen hat, also so ein linker Spießer. (Klick mal, Spießer, mehr will ich dazu echt nich mehr sagn! Das Ende des Theaters war aba schon n bisschen wies Ende vom Video…)

    Ich hatte es hier ja nicht mit nem Verein zu tun, der sich um mein Drecksleben schert. Aber Ziele ham se. Die „Produkte der Arbeit“, die solln nicht nur „nützlich“ (!) und „umweltfreundlich“ sein, sondern auch die „Länder der dritten Welt nicht ausbeuten“. An diesem Wesen soll die Welt genesen. N paar kleinere Ziele, zum Beispiel uns „unbrauchbares Menschenmaterial“ ein einigermaßen erträgliches Leben zu ermöglichen, wär ja auch mal ganz nett. Aber das interessiert euch ja nicht, ihr unterhaltet euch lieber ne gefühlte Viertelstunde darüber, wie toll es ist, irgendwelche „Fair Trade“-T-Shirts zu kaufen. Und ist ja auch nich so teuer, nur n kleines bisschen teurer als beim Edeka. Geld hat man. Bei euch. Und wer bei Aldi kauft, ist ein Geizhals. Weil Armut ist Geiz, ist Gier, ist Böse. Und das gibts nicht, pfuiteufel, husch weg damit. Solidarisch is das, ne?!

    Und dann wunderter euch, dass kein Arbeitsloser bei euch vorbei kommt. Hey Mann, Hirnstümmel, geh mal auffe Limma, vorm Edeka, nich rein, und red da mal mit dem Herz der Straße. Und dann sülz die voll mit deiner idiotischen Mischung aus Griechisch, Latein und Englisch, und dann frag dich ma, warum sich lieber einen runterholt als dir zuzuhörn! Komm denen mal mit deinen „Transition Towns“, deinem „Homo Cooperativus“ oder deinem „Ökolandbau“. Na, dämmerts? Geht n bisschen Osram in der Wüste deiner Hirntafel an? Wie, imma noch nich? Na, deshalb bleibt ihr halt unter euch. Idioten. Schön in euerm Schulterklopf und verbalen Onanierzirkel träumt ihr euren feuchten Träume von der Rettung der Welt durch Ökotomaten und „Fair Trade“. Das heißt auf Deutsch übrigens „gerechter Handel“. Versteht man doch gleich viel besser. Na, du vielleicht nicht.

    Ich wollt, dass ich tausend Münder hätte, dass ich ohne Ende kotzen könnte! Eine Politsekte aus Schwafel und Esonebelrauch erbaut sich in irrer eigenen Wichteligkeit, während die Stadt brennt. Und, wie bewertet ihr das? Wie blubbert ihr euch das zurecht, dass euch keiner hören will. Na, habt ihr doch selbst gesagt. Eure total tolle „Solidarische (spuck!) Ökonomie“ scheitert daran, dass sich „der Mensch beim Wirtschaften selbst im Weg steht“. Toll! Ich erklär da jetzt jeder Realschulabgängerin, die in ihrem Scheißpraktikum als würdelose, billige Kraft ausgebeutet wird und zusehen muss, wo sie bleibt. Jahrelang. Aber is schon toll, dass ihr auch gemerkt habt, dass son Mensch ne Seele hat. Und so habters dann genannt, „steht sich beim Wirtschaften selbst im Weg“. Ihr labert nur für euch selbst, und die Welt, die euch umgibt, ist euch scheißegal. Nein, nicht die in Lateinamerika. Die vor der Tür. Und die Menschen erst recht. Deshalb kommt keiner. Oder geht nach dreißig Minuten und schüttelt draußen den Kopf. Wir finden das nicht so pralle, wenn andere „für uns denken“ und dabei auf uns scheißen. Da kommt ihr zusammen, bleibt unter euch, labert, geht auseinander, nichts bleibt. Bis auf Kopfschmerzen, wenn euch mal einer zurhört, der noch nicht in eurer Sekte ist.

    Aber immerhin, es gab interessante Gespräche. Hinterher. Vor der Tür, wo Raum war für das, was drinnen erstickte. Das kenne ich. Das kenne ich von evangelikalen christlichen Gemeinschaften, da wird man auch vor der Tür interessiert vollgesäuselt, wenn man sich darein verirrt hat. Und wird „ernst genommen“, so zum Schein — als ob der Schein das Bewusstsein bestimmt. So als Instant-Ablass, für das gute Gefühl, selbstgerecht zu sein. Kann man auch solidarisch nennen. Und dieses „kommt doch wieder“, diese Intensität, die „Freundlichkeit“ gegenüber so einem, Mann, ich kenns so gut, dass ich schon wieder kotzen will. Damit fängt man nur Idioten ohne Lebenserfahrung. Passt ja. Ne Sekte seid ihr, mit obskuren Heilsversprechern, mit Kunstsprache, ein kleiner elitärer Zirkel, einfach nur lächerlich.

    Tschüss.

    Wahl-los

    Ja, gestern war etwas zu wählen; und das Ergebnis möchte ich nicht unkommentiert lassen. Doch (noch) nicht im Sinne eigens formulierter Gedanken, sondern durch die Worte eines recht alten Volksliedes:

    Hütet euch vor Liberalen
    Die nur reden, die nur prahlen
    Nur mit Worten stets bezahlen
    Aber arm an Taten sind:
    Die bald hier-, bald dorthin sehen
    Bald nach rechts, nach links sich drehen
    Wie die Fahne vor dem Wind.

    Hütet euch vor Liberalen
    Jene blassen, jene fahlen
    Die in Zeitung und Journalen
    Philosophisch sich ergehn:
    Aber bei des Bettlers Schmerzen
    Weisheitsvoll, mit kaltem Herzen
    Ungerührt vorübergehn.

    Hütet euch vor Liberalen
    Die bei schwelgerischen Mahlen
    Bei gefüllten Festpokalen
    Turm der Freiheit sich genannt
    Und die doch um einen Titel
    Zensor werden oder Büttel
    Oder gar ein Denunziant.

    Text: Robert Prutz etwa 1848

    Und da hat sich doch auch mal ein Jemand angemessen mit der „Fraktion der Nichtwähler“ beschäftigt:

    Hochrechnung inklusive Nichtwähler

    Nun ja, ich fürchte der Kampf geht weiter…oder doch aufgeben…?! Weder noch?!

    Im eigenen Leben hat der Mensch Möglichkeiten zu wählen, nämlich Bestimmtes tun und/oder auch Bestimmtes lassen.  Und hier kann der Mensch tatsächlich etwas be-wirken!

    Wie bei der Bundestagswahl in Hannover-Linden gewählt wurde, kann sich wer möchte hier anschauen.

    Eine Frage, die mir bleibt: Wo finde ich die Zahl der „ungültigen“ Wähler?

    Hängt sie höher!

    Und immer noch geht am Deisterplatz alles im Kreise, die einen wollen rein und die andern wollen raus.

    Rein will zum Beispiel die SPD. Nein, nicht nach Linden, da hat die Buhlmann ja schon längst ihr Büro, sondern — viel schlimmer — in den Bundestag. Und weil gerade so schön Wahlkampf ist, wo die antretenden Parteien mal wieder so richtig schön den Stimmviechern zeigen müssen, dass sie politische Kommunikation für eine Einbahnstraße halten, hängen natürlich überall Wahlplakate in Linden aus. Vor allem von der SPD und von der Linkspartei, aber auch über die MLPD ist mein Auge gestolpert. Man scheint in den Parteien zu glauben, dass die Parteien wegen der Plakate gewählt würden…

    Ich würde ja gern etwas Inhaltliches zu den SPD-Plakaten sagen, aber dafür müssten sie so etwas wie Inhalte haben. Wenn dieses Testbild der SPD, dieser charismatische Buchhaltertyp Steinmeier, unter einem Foto von ihm in seinem intensiv grauen Sacko irgendwas mit „Anpacken“ drucken lässt, wirkt das nicht nach Inhalt, noch weniger glaubwürdig, sondern es wirkt nur nach einem schlechtem Witz.

    Der wird übrigens auch nicht lustiger davon, dass er im Abstand von zwei Laternenpfählen wiederholt wird.

    Aber etwas anderes ist lustig an diesen Plakaten.

    Ist es euch auch aufgefallen, wenn ihr die Limmerstraße lang gegangen seid? Die Plakate dieser Partei, die alles Soziale und Demokratische so weggelassen hat, dass eben nur noch die Partei übrig geblieben ist, die hängen in diesem Sommer hoch, dass man nicht mehr rankommt. Ich glaube, das ist ein Symbol für „Bürgernähe“.

    Früher hingen jedenfalls nur die Plakate der NPD so hoch… :mrgreen:

    Nee, heute will ich mal raus hier. Wenn sich nur nicht immer alles im Kreise drehen würde…

    Aufstehn! Und dann in die Stadt gehn`!

    Weshalb? Warum? Wieso? Wann und Wo?

    Die hannoverschen Studenten haben schon etwas getan; sie haben es Zensursula (U. von der Leyen) vor einigen Tagen bei einer Rede in der Uni Hannover gezeigt, was sie von deren vermeintlich hilfreicher Idee hält.

    Auch die Petition gegen Internetzensur wurde extrem erfolgreich — von über 130.000 Menschen — via Internet gezeichnet. Damit gehört diese Petition zur meistgezeichneten in der Geschichte der Bundesrepublik — und schon damit wird  ein sehr deutliches Zeichen gegen den Vorstoß der Netzzensur in Deutschland gesetzt werden.

    Doch obwohl auch die Mehrzahl der Sachverständigen schwere Bedenken gegen die, von Bundesfamilienministerin  von der Leyen mit Nachdruck vorangetriebene Initiative zur Blockade kinderpornographischer Webseiten vorbringt, soll dieses Gesetz nun auf den Weg gebracht werden.

    Wer betreibt hier denn gerade Kindesmißbrauch? Ist im Wahlkampf  alles erlaubt — über bitterste Lügen hinweg? Doch diese nach Macht strebende Politikerin will ein Gesetz, welches keinem Opfer — mehr — nützt, geschweige denn Täter in irgend einer Weise verfolgt. Es birgt vielmehr weitere Möglichkeiten des „Fortschritts“ in eine Überwachungs- und Unterdrückungskultur. Wir sind für eine kritische Auseinandersetzung bevor solch wichtige Entscheidungen getroffen werden — Frau von der Leyen mißbraucht und ignoriert ignorant auch die öffentliche Meinung!

    Das „Aktionsbündnis Hannover gegen Internetzensur“ organisiert aus diesem Anlass am Samstag, 20. Juni 2009, eine Demonstration unter dem Motto „Löschen statt Sperren — Stoppt die Zensur“ in Hannover. Kundgebungen erfolgen auf dem Platz der Weltausstellung = Osterstrasse/Karmaschstrasse ab 12:00h.

    Weitere Informationen sind zu finden unter www.LoeschenstattSperren.de

    Quelle: Ihme-Bote